Die Physik-Nobelpreisträgerin Anne L'Huillier hat während einer Lehrveranstaltung plötzlich den berühmten Anruf aus Stockholm erhalten. «Ich habe unterrichtet», sagte die französische Atomphysikerin auf die Frage, wo man sie erreicht habe, um ihr von der Auszeichnung kurz vor der Bekanntgabe zu berichten. Sie habe den Anruf erst beim dritten oder vierten Versuch in einer Pause annehmen können. Die letzte halbe Stunde ihrer Vorlesung sei danach «etwas schwierig» gewesen, sagte sie, als sie telefonisch zur Preisbekanntgabe in Stockholm zugeschaltet wurde. Ihr fehlten nun die Worte, weil sie sehr gerührt sei. «Es ist einfach fantastisch.» Der Nobelpreis bedeute ihr eine Menge, sagte L'Huillier. «Das ist der prestigeträchtigste Preis und ich bin so froh darüber. Es ist unglaublich. Nicht so viele Frauen erhalten diesen Preis. Es ist etwas ganz, ganz Besonderes.» Die Französin ist Professorin für Atomphysik an der Universität im südschwedischen Lund. Sie erhält den diesjährigen Physik-Nobelpreis gemeinsam mit Pierre Agostini und dem in Deutschland forschenden Ferenc Krausz. Sie bekommen die renommierte Auszeichnung für Experimente, die der Menschheit neue Instrumente zur Erforschung der Welt der Elektronen in Atomen und Molekülen gaben.
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Nobelpreisträgerin: Anruf aus Stockholm im Unterricht
Die französische Atomphysikerin konnte den Anruf aus Stockholm erst dem dritten oder vierten Versuch annehmen. Sie war anderweitig beschäftigt.
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