18. Juni 2024 / Aus aller Welt

Neue Challenge: Bilder von Hummeln per App einsenden

Sommerliche Hummel-Challenge auch für Laien: Von Donnerstag an können die Insekten fotografiert und die Bilder per App hochgeladen werden - im Dienste der Wissenschaft.

Hummeln sind im Sommer generell am aktivsten und die Völker am größten.

Mit einer deutschlandweiten Hummel-Challenge will das Thünen-Institut in Braunschweig einen Überblick über Wildbienen in Agrarlandschaften gewinnen. Von Donnerstag an bis zum 3. Juli geht es darum, möglichst viele verschiedene Hummeln auf unterschiedlichen Pflanzen zu fotografieren. Dazu wird jährlich einmal im Frühjahr und einmal im Sommer aufgerufen. «Im ersten Zeitraum wurden vor allem Hummel-Königinnen erfasst, die im Frühjahr unterwegs sind», sagte Sophie Ogan, Projektverantwortliche am Thünen-Institut, das mit dem BUND Naturschutz Bayern kooperiert. 

Hummeln sind im Sommer generell am aktivsten und die Völker am größten. Fotos können über die Webseite «Observation.org» oder mithilfe der Bestimmungs-App «ObsIdentify» hochgeladen werden. Für die Teilnahme sind keine Artenkenntnisse nötig: Eine KI bestimmt die Hummeln anhand der hochgeladenen Fotos, wie es in der Mitteilung vom Dienstag weiter hieß. Zusätzlich überprüfen Experten und Expertinnen die Meldungen. 

Hummeln sind vor allem dort zu entdecken, wo viele Blütenpflanzen stehen. «Am einfachsten ist es, Hummeln beim Blütenbesuch zu fotografieren. Hier sammeln sie Pollen und trinken Nektar und halten dafür kurz still. Die Fotos sollten die Hummel vollständig zeigen und scharf gestellt sein», erklärte Ogan. Für die Forschung sei es außerdem spannend, wenn die Nahrungspflanze zu erkennen sei.

In der App können pro Meldung auch mehrere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven hochgeladen werden. Das erleichtere die Bestimmung. Wichtig sei, dass die Hummeln nicht gestört, gefangen oder getötet werden dürfen. Die Fotos sollen eine Datengrundlage für die Forschung liefern. Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubergruppen sowohl für die Landwirtschaft als auch für viele Wildpflanzen. 


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
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