13. August 2026 / Aus aller Welt

Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

Kliniken meldeten Dutzende Patienten, die mit Schmerzen Rat suchten.

Dutzende Menschen haben nach der Sonnenfinsternis wegen Augenschmerzen ein Krankenhaus aufgesucht. Das meldeten unter anderem Kliniken in Berlin und in Baden-Württemberg

In der Hauptstadt berichteten die Charité und der Klinik-Betreiber Vivantes, dass sie insgesamt etwa 20 Menschen nach dem Beobachten der partiellen Sonnenfinsternis wegen Augenbeschwerden wie Sehstörungen behandelt haben. 

Auch an die Mannheimer Augenklinik gab es in den Stunden nach dem Himmelsspektakel rund 20 Anfragen, wie Robert Patrick Finger, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mannheim, mitteilte. Die Betroffenen hätten über Kopfschmerzen geklagt, einigen sei schwindelig gewesen. «Bei all diesen Fällen rechnen wir aber damit, dass das spurlos verschwindet», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Für Netzhautschäden keine Warnsignale

Im Südwesten war das Naturschauspiel besonders gut zu beobachten, mit die stärkste Bedeckung der Sonne. Augenärzte hatten vor der partiellen Sonnenfinsternis davor gewarnt, die «So-Fi» mit ungenügendem Schutz oder mit gänzlich ungeschützten Augen anzuschauen. Das könne die Netzhaut beschädigen, warnte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Innerhalb von kürzester Zeit könne das Sonnenlicht an dieser lichtempfindlichen Schicht im Auge bleibende Schäden verursachen. Tückisch: Für Netzhautschäden gibt es keine Warnsignale. Bemerkt man Probleme beim Sehen, ist es schon zu spät.

Auch in Stuttgart meldeten sich Menschen. «In unserer Augenklinik haben sich bis heute Mittag rund 20 Patienten vorgestellt, die meinten, sie hätten einen Schaden aufgrund der Sonnenfinsternis», sagte eine Sprecherin des Klinikums Stuttgart. «Bei keinem Patienten konnte ein Schaden festgestellt werden.» 

Beschwerden auch in Freiburg

In Freiburg waren noch in der Nacht acht Menschen wegen Schmerzen in den Augen zur Universitätsklinik gekommen, am Tag danach hätten nochmal eine Handvoll über ein Brennen, Kopfschmerzen oder Flecken beim Sehen geklagt, sagte ein Sprecher. «Das wird in den kommenden Tagen auch so weitergehen, schätzen wir», sagte er. «Wir konnten bislang aber bei keinem von ihnen eine objektive Verschlechterung beim Sehen feststellen.»

Ein Charité-Sprecher in Berlin teilte mit: «Da Symptome auch mit Verzögerung auftreten können, sind die Notaufnahmen darauf vorbereitet, dass sich in den kommenden Tagen weitere Betroffene vorstellen.»


Bildnachweis: © Philipp von Ditfurth/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Mediterranes Flair im Biergarten vom Hotel-Restaurants Alt Vellern****
Gastronomie

Regionale und saisonale Küche trifft im Hotel-Restaurants Alt Vellern**** auf eine gemütliche Außengastronomie.

weiterlesen...
Großbrand an der Neubeckumer Straße
Lokales

Feuerwehr im Großeinsatz, Rauch und Geruchsbelästigungen im Stadtgebiet möglich

weiterlesen...
Polizei ermittelt nach mehreren Auseinandersetzungen in Roland
Polizeimeldungen

Zahlreiche Ermittlungen laufen. Polizei bittet Zeugen um Hinweise.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Neu bestimmte Insektengattung trägt Namen von Taylor Swift
Aus aller Welt

Superstar Taylor Swift hat sich in der Insektenwelt einen Namen gemacht: Eine neue Gattung und vier Arten wurden nach der Sängerin benannt.

weiterlesen...
Wie der Klimawandel Europas Stadtbewohnern zu schaffen macht
Aus aller Welt

Neue Infektionskrankheiten, mehr Allergien und häufiger Hitze: Das alles gehört zunehmend zum Alltag in Europas Städten, wie eine aktuelle Studie zeigt.

weiterlesen...
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
Aus aller Welt

Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.

weiterlesen...