Nach dem Brand in einem sozialpsychiatrischen Pflegeheim in Reutlingen in Baden-Württemberg, bei dem drei Menschen getötet wurden, sind die Ermittlungen gegen eine Bewohnerin abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft stellte beim Landgericht Tübingen einen Antrag auf Sicherungsverfahren in einem psychiatrischen Krankenhaus, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Deutschen werden Mord, Brandstiftung und versuchter Mord vorgeworfen. Die heute 58-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft am Abend des 17. Januars ihr Bett angezündet haben. Demnach soll sie mutmaßlich versucht haben, sich so das Leben zu nehmen. Bei dem Brand waren eine 53 Jahre alte Mitbewohnerin und zwei Mitbewohner im Alter von 73 und 88 Jahren getötet worden. Die 58-Jährige war schwer verletzt worden. Die Behörde geht bei der psychisch Erkrankten von einer aufgehobenen Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt aus. Damit ist sie nicht schuldfähig und kann somit auch nicht angeklagt werden. Bei einem Antrag auf Sicherungsverfahren kommt es aber trotzdem zu einem Verfahren. Der Antrag tritt an die Stelle einer Anklageschrift.
Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Pflegeheim-Brand - Antrag auf Sicherungsverfahren
Eine 58-Jährige soll mutmaßlich versucht haben, sich das Leben zu nehmen, indem sie ihr Bett in einem Heim anzündete. Sie wurde schwer verletzt. Drei andere Menschen wurden dabei getötet.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Christian Heickmann wird neuer Feuerwehrchef in Beckum
Am 17. April übernimmt Christian Heickmann die Leitung der Feuerwehr. Sein Weg begann früh und führt ihn nun an die Spitze.
Stadt bittet um Hinweise
Millionen-Deal mit S04 deutet sich an
Weitere Artikel derselben Kategorie
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.
Der Vietnamesische Fasan gehört zu den seltensten Vogelarten der Welt. In Vietnam gilt er als ausgestorben - auch als Folge des Krieges. Zoo-Tiere aus Deutschland helfen nun für sein Comeback.
Kabellose Kopfhörer gehören für viele beim Sport oder im Alltag dazu. In sozialen Netzwerken wird behauptet, die Übertragung durch Bluetooth mache krank. Wissenschaftliche Belege dafür gibt es nicht.





