Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern im Süden Brasiliens ist nach offiziellen Angaben auf mindestens 42 gestiegen. 46 Menschen würden vermisst, teilte die Regierung des Bundesstaates Rio Grande do Sul am Samstaggabend (Ortszeit) mit. Die meisten Opfer gab es demnach den Gemeinden Muçum mit 16 und Roca Sales mit 10 Toten. Insgesamt waren laut Regierung mehr als 150.000 Menschen von den Unwettern betroffen, knapp 3200 wurden obdachlos. Der brasilianische Präsident Luis Inácio Lula da Silva sprach beim G20-Gipfel in Neu Delhi von 46 Unwettertoten in Brasilien. Im Überschwemmungsgebiet nordwestlich von Porto Alegre, der Hauptstadt von Rio Grande do Sul, verteilten die Behörden Medikamente und medizinische Hilfsmittel. Die Bürger aus anderen Teilen des Staates hätten außerdem so viel an Nahrungsmitteln, Wasser, Kleidung, Decken und Matratzen gespendet, dass der Zivilschutz Verstärkung brauchte, um alles entgegenzunehmen, schrieb die Regierung. Auf der Südhalbkugel der Erde ist jetzt Winter. Rio Grande do Sul ist der südlichste und einer der wohlhabendsten Bundesstaaten Brasiliens. Er ist stark europäisch geprägt, 1824 ließen sich dort die ersten deutschen Einwanderer nieder. Die heutigen Bewohner werden in Brasilien Gaúchos genannt, mit Betonung auf dem u, im Gegensatz zu den Gauchos in Argentinien.
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Mindestens 42 Tote nach Unwettern in Südbrasilien
Nach schweren Unwettern im Süden Brasiliens ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Insgesamt waren laut Regierung mehr als 150.000 Menschen von den Unwettern betroffen.
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