16. Juni 2023 / Aus aller Welt

Mexiko: Nahrungsmangel sorgt für Massensterben von Seevögeln

Weil die Wassertemperatur in den Ozeanen steigt, tauchen Fische tiefer ab. So verschwinden sie als Beute für Seevögel - mit dramatischen Konsequenzen.

Vögel auf dem Grenzzaun zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten, wo die Grenze auf den Pazifischen Ozean trifft.

Ein Massensterben von Seevögeln entlang der mexikanischen Pazifikküste ist laut Experten auf Nahrungsmangel zurückzuführen. Verantwortlich seien vermutlich erhöhte Wassertemperaturen infolge des Klimaphänomens «El Niño», teilte das Landwirtschaftsministerium des lateinamerikanischen Landes mit. Die Vogelgrippe wurde als Ursache des Vogelsterbens ausgeschlossen.

El Niño und das Gegenstück La Niña begünstigen Extremwetter in vielen Weltregionen. El Niño treibt die globale Durchschnittstemperatur in die Höhe, während La Niña einen kühlenden Effekt hat. Sie tauchen abwechselnd alle paar Jahre auf.

Höhere Wassertemperaturen sorgen dafür, dass Fische tiefer in kühlere Gewässer abtauchen, was Seevögel daran hindert, sich zu ernähren, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums hieß. Die Untersuchungen und die Sammlung biologischer Proben dauerten an.

Hunderte tote Seevögel waren in den vergangenen Wochen an die mexikanische Pazifikküste zwischen dem nordwestlichen Bundesstaat Baja California und Chiapas im Süden gespült worden. Dabei handelte es sich vor allem um Sturmtaucher, aber auch um Möwen und Pelikane.


Bildnachweis: © Marco Ugarte/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Christian Heickmann wird neuer Feuerwehrchef in Beckum
Lokales

Am 17. April übernimmt Christian Heickmann die Leitung der Feuerwehr. Sein Weg begann früh und führt ihn nun an die Spitze.

weiterlesen...
Beumer Group aus Beckum wohl neuer Hauptsponsor bei Schalke 04
Lokales

Millionen-Deal mit S04 deutet sich an

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Niederlande fliegen deutsche Passagiere der «Hondius» heim
Aus aller Welt

Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» nach der Ankunft in Teneriffa in ihre Heimatländer geflogen werden. Die Niederlande kümmern sich um die Deutschen.

weiterlesen...
Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht
Aus aller Welt

Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.

weiterlesen...
Fernglas statt Handy: Warum die Gen Z jetzt Birden geht
Aus aller Welt

Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.

weiterlesen...