In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Behörden bereits mehr als 4.000 Menschen an Ebola gestorben. Die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes teilten mit, seit Mitte Mai seien 8.300 Ebola-Fälle im Labor bestätigt worden und 4.018 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. Derzeit befinden sich demnach 842 Menschen in Behandlung oder Isolation, 2.162 gelten als genesen. Die Sterblichkeitsrate beträgt 48,4 Prozent. «Das ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch, den wir je gesehen haben», betonte Wessam Mankoula, Direktor für Notfälle bei der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC. In der nunmehr 20. Woche seit Bekanntgabe des Ausbruchs ist die Zahl der Fälle 4,6 Mal höher als in der vergleichbaren Woche des bisher größten Ebola-Ausbruchs in den Jahren 2014 bis 2016 in Westafrika. Die Zahl der Toten ist gut viermal höher als in der 20. Woche des Ausbruchs in Westafrika. Es wird vermutet, dass der Ausbruch im Kongo womöglich schon seit Februar unerkannt zugange war. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich - das kann zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen. Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. In zwei weiteren Versuchsreihen wird untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo ist für den Einsatz bei Ausbrüchen des Typs Ebola-Viruskrankheit - früher Zaire-Ebolavirus genannt - zugelassen und empfohlen. Besonders gefährdet sind bei einer Ebola-Infizierung Kinder: Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums haben sich seit der offiziellen Ausrufung des Ebola-Ausbruchs mindestens 2.071 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Ebola infiziert. An der Krankheit starben 961 von ihnen - fast jedes zweite infizierte Kind. 623 der verstorbenen Kinder waren jünger als fünf Jahre. Bei Kindern im Alter von null bis vier Jahren liegt die Fallsterblichkeitsrate bei 61 Prozent - gegenüber 48 Prozent bei allen bestätigten Ebola-Fällen des aktuellen Ausbruchs. «Dass fast jedes zweite infizierte Kind stirbt, zeigt, wie dringend Kinder geschützt werden müssen», sagte Katharina von Schroeder von der Organisation Save the Children in der DR Kongo. «Wir brauchen mehr Unterstützung für die Gesundheitsversorgung und für die betroffenen Familien in den Gemeinden.»Für aktuellen Ebola-Erreger bislang kein Impfstoff und keine Therapie
Kinder besonders gefährdet
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Mehr als 4.000 Ebola-Tote im Kongo
Kein vorangegangener Ebola-Ausbruch in Afrika wuchs so schnell wie der aktuelle im Kongo. Nun sind schon mehr als 4.000 Menschen an dem gefährlichen Fieber gestorben. Besonders gefährdet sind Kinder.
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