29. März 2026 / Aus aller Welt

Earth Hour: Wahrzeichen weltweit für Klimaschutz im Dunkeln

Vom Empire State Building bis zur Christusstatue in Rio: Weltweit gingen zur «Earth Hour» am Abend symbolisch die Lichter aus. Auch in Deutschland beteiligen sich zahlreiche Städte an der Aktion.

Auch am Brandenburger Tor gingen die Lichter aus. Der WWF wirbt auch dafür, privat Energie zu sparen. Daher wurde eine übergroße Schreibtischlampe aufgebaut und ausgemacht.

In vielen Ländern weltweit vom Pazifik bis Europa sind am Abend bekannte Wahrzeichen für eine Stunde im Dunkeln geblieben. In den USA schaltete unter anderem das Empire State Building in New York seine Beleuchtung ab. In Brasilien beteiligte sich erneut die berühmte Christusstatue in Rio de Janeiro. Mit der weltweiten Aktion «Earth Hour», der um den Planeten ziehenden «Stunde der Erde», möchte die Umweltschutzorganisation WWF ein Zeichen für mehr Engagement im Klimaschutz setzen.

Den Anfang machte am Samstag das neuseeländische Auckland um 20.30 Uhr Ortszeit mit dem Sky Tower und der Harbour Bridge. In Europa wurde unter anderem das Licht am Pariser Eiffelturm und dem Schloss Schönbrunn in Wien ausgeschaltet. Auch die Akropolis im Zentrum Athens und eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands, das Brandenburger Tor, lagen für eine Stunde im Dunkeln. Nach Angaben des WWF haben sich in Deutschland rund 500 Städte und Gemeinden und mehr als 400 Unternehmen an der Aktion beteiligt. Auch private Haushalte waren dazu aufgerufen, mitzumachen.

«Es braucht weit mehr als eine Stunde»

Die vom WWF initiierte Klimaschutzaktion findet 2026 bereits zum 20. Mal statt. Der WWF Australien hatte die «Earth Hour» 2007 ins Leben gerufen - als Zeichen dafür, dass die Menschheit sich besser um die Erde kümmern muss. Sie begann einst als lokale Kampagne in Sydney und hat sich seither zu einer globalen Bewegung entwickelt.

«Wir wissen, dass es weit mehr braucht als eine Stunde, in der wir das Licht ausschalten, um einen messbaren Einfluss auf den Klimawandel zu haben», heißt es auf der «Earth-Hour»-Webseite. Die Aktion trage aber dazu bei, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und mehr Engagement zu zeigen.

Müll sammeln und Gemüse pflanzen für die Erde

Der Klimaschutz gehöre wieder ganz oben auf die politische Agenda, sagte Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland. «Aktuell gerät die Klimakrise angesichts der vielen globalen Herausforderungen immer wieder in den Hintergrund. Dabei verschwindet sie aber nicht – im Gegenteil: Sie verschärft viele dieser Krisen zusätzlich», betonte die Expertin.

Die Organisatoren wollen nach eigenen Angaben mit der «Earth Hour» auch möglichst viele Menschen mobilisieren, 60 Minuten lang selbst für die Umwelt aktiv zu werden. Der WWF rät etwa, Müllsammel-Aktionen zu organisieren, selbst Gemüse anzupflanzen oder auch zur Ruhe zu kommen und einmal durchzuatmen.


Bildnachweis: © Annette Riedl/dpa
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