Europa muss sich nach Einschätzung des Klimaforschers Stefan Rahmstorf wegen der starken Erwärmung des Kontinents künftig auf besonders viele Extremwetterereignisse einstellen. «Wo die Erwärmung besonders stark ist, gibt es auch stärkere Extreme. Deren Häufigkeit nimmt mit der Erwärmung zu», sagte der Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) der «Rheinischen Post». Extreme, die früher alle 500 Jahre aufgetreten seien, könnten heute etwa alle 50 Jahre vorkommen, sagte Rahmstorf und ergänzte: «Solche krassen Ereignisse, die schon aus der aktuellen globalen Erwärmung von 1,4 Grad folgen, haben wir noch gar nicht erlebt. Geschweige denn für ein noch wärmeres Klima, das wir in den kommenden Jahrzehnten haben werden.» Wer den diesjährigen Sommer mit der Hitze, Dürre, niedrigem Wasser in Flüssen und Waldbränden bereits als extrem empfand, kann Rahmstorf nicht beruhigen. «Es wird nicht so bleiben, sondern sich weiter verschlimmern.» Wenn - wie jetzt - die langfristige Klimaerwärmung und natürliche Wetterschwankungen zusammenkommen, entstünden extreme Sommer mit Rekordtemperaturen, erläutert er. «Der Klimawandel geht aber immer weiter: Wir werden immer häufiger solche Hitzesommer erleben, solange wir nicht die Emissionen auf null bringen.» Rahmstorf stellte zugleich klar, dass Klimaneutralität nicht bedeute, dass es besser werde. «Es bedeutet nur, dass es nicht noch schlimmer wird.» Solange man noch klimaschädliche Gase wie Kohlendioxid (CO2) ausstoße, werde die Atmosphäre weiter aufgeheizt.
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Klimaforscher: Europa wird häufiger Wetterextreme erleben
Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt. Wer den diesjährigen Sommer bereits als extrem empfand, den werden die Erwartungen von Klimaforscher Rahmstorf nicht beruhigen.
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