In Kenia haben Menschen an einem extra dafür geschaffenen Feiertag im großen Stil Bäume gepflanzt. Im Kampf gegen den Klimawandel sollten innerhalb eines Tages 100 Millionen Stück gesetzt werden. Präsident William Ruto führte den ambitionierten «Nationalen Baumpflanztag» mit einer Pflanzaktion im Kiu Feuchtgebiet etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi an. Seine Kabinettsminister leiteten ähnliche Aktionen in verschiedenen Provinzen des Landes. Um das Ziel innerhalb eines Tages zu erreichen, müsste fast jeder der rund 54 Millionen Einwohner des ostafrikanischen Landes zwei Bäume pflanzen. Die Aktion ist Teil des vergangenen Dezember verkündeten Plans der kenianischen Regierung, bis 2032 rund 15 Milliarden Bäume zu pflanzen. Die Setzlinge stellt die Regierung Bürgern kostenlos zur Verfügung. Das benachbarte Äthiopien hatte 2019 bereits ein ähnliches Programm gestartet. Premierminister Abiy Ahmeds Regierung erklärte damals, sie habe mit Hilfe der Bevölkerung an einem Tag 350 Millionen Bäume gepflanzt. Auch in Folgejahren führte Abiy ähnliche Pflanzaktionen durch. Es gab jedoch immer wieder Zweifel an der Glaubhaftigkeit der von der Regierung genannten Zahlen gepflanzter Bäume. Naturschützer weisen außerdem darauf hin, dass es nicht nur darauf ankomme, viele Bäume zu pflanzen, sondern auch darauf, die Setzlinge am Leben zu halten.
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Kenia: Extra-Feiertag zum Pflanzen von 100 Millionen Bäumen
Unter der Führung von Präsident Ruto pflanzen Bürger Kenias landesweit Bäume, um den Klimawandel zu bekämpfen.
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