In der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind beim Einsturz eines Wohnhauses neun Menschen ums Leben gekommen, darunter ein vier Jahre alter Junge. Vier Verletzte seien aus den Trümmern in einem nördlichen Stadtteil von Kairo gerettet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenseite «Al-Ahram». Den Familien der Verstorbenen sollen nach einer Anordnung des Ministeriums für sozialen Zusammenhalt jeweils 60.000 ägyptische Pfund gezahlt werden, umgerechnet etwa 1700 Euro. Der Einsturz ist der jüngste in einer Reihe vergleichbarer Fälle in Ägypten: Vor drei Wochen war in der Küstenstadt Alexandria ein 13 Stockwerke hohes Wohngebäude eingestürzt. Zehn Menschen kamen ums Leben. Bei einem weiteren Einsturz im Norden des Landes starb zuletzt unter anderem ein zehn Jahre alter Junge. In Ägypten wurden und werden unzählige Gebäude ohne Genehmigungen gebaut. Bauherren verstoßen dabei häufig auch gegen technische Auflagen zur Sicherheit. Grund dafür ist auch eine eher nachlässige Aufsicht der Behörden. Die Regierung versuchte in den vergangenen Jahren verstärkt, gegen illegale Bauten vorzugehen.
Bildnachweis: © Ahmed Gamal/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kairo: Tote nach Einsturz eines Wohnhauses
In Ägypten wurden und werden unzählige Gebäude ohne Genehmigungen gebaut. Jetzt ist erneut ein Haus eingestürzt. Es gibt Verletzte und Tote.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Christian Heickmann wird neuer Feuerwehrchef in Beckum
Am 17. April übernimmt Christian Heickmann die Leitung der Feuerwehr. Sein Weg begann früh und führt ihn nun an die Spitze.
Stadt bittet um Hinweise
Millionen-Deal mit S04 deutet sich an
Weitere Artikel derselben Kategorie
Hochdosierte Vitamin-Infusionen versprechen Wellness, Langlebigkeit und Leistungssteigerung. Doch Experten sehen gesundheitliche Gefahren für Nutzer.
Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff sehen manche in sozialen Netzwerken den Ausbruch einer neuen Pandemie. Warum der Vergleich mit Corona überhaupt nicht passt.
Gut einen Monat nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält sich die Zahl nachweislich Infizierter weiter in engen Grenzen. Der WHO-Chef zieht eine erste Bilanz.





