Eine junge Sumatra-Tigerin hat in einem Dorf auf der gleichnamigen indonesischen Insel für Aufregung gesorgt: Das seltene Tier streifte wiederholt durch Wohngebiete, riss Ziegen und soll auch Hunde erbeutet haben. Die Behörden stellten schließlich eine Falle auf, in die die Raubkatze kurze Zeit später auch tatsächlich tappte, wie die Zeitung «Kompas» unter Berufung auf die Naturschutzbehörde BKSDA in Westsumatra berichtete. Als Köder diente der Kadaver einer Ziege. Nicht einmal eine Stunde nach dem Aufstellen der Falle hörten Bewohner demnach ein metallisches Scheppern. Als sie gemeinsam mit Mitarbeitern der Naturschutzbehörde nachsahen, saß die Tigerin in der Kastenfalle. Bewohner und Beamte hielten die ganze Nacht Wache, bevor das Tier am nächsten Morgen abtransportiert wurde, wie die Zeitung weiter berichtete. Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Die Art wird sowohl nach indonesischem Recht als auch international streng geschützt. Schätzungen zufolge gibt es nur noch etwa 400 Exemplare in freier Wildbahn. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden die Tiere als vom Aussterben bedroht geführt. Andere indonesische Unterarten wie der Bali-Tiger und der Java-Tiger sind bereits ausgestorben. Wegen des schwindenden Lebensraums der Tiere kommt es immer häufiger zu Konflikten mit Menschen. Erst im Juli war auf Sumatra ein 63 Jahre alter Kaffeebauer von einem Sumatra-Tiger angegriffen, getötet und teilweise gefressen worden. Seine Leiche sei mit Bisswunden im Nacken wurden in der Nähe einer Plantage gefunden, hieß es. Die nun gefangene und etwa zweieinhalb bis drei Jahre alte Tigerin hatte sich zeitweise nur etwa 50 Meter von einer Grundschule und etwa 100 Meter von einer weiterführenden Schule entfernt aufgehalten. Deshalb sei es zum Schutz der Bevölkerung und des Tieres nötig gewesen, die Tigerin umzusiedeln - auch wenn dies immer das letzte Mittel sei, betonte ein Sprecher der Behörde. Sie sei unverletzt und in gutem Gesundheitszustand, teilten die Behörden mit. Tierärzte entnahmen Blutproben für DNA-Tests. Dann wurde die Raubkatze in einen Tierpark gebracht, während Experten nun nach einem geeigneten Gebiet suchen, in dem sie möglichst bald wieder ausgewildert werden kann, wie «Kompas» weiter berichtete.Nur noch 400 Exemplare
Tigerin soll bald ausgewildert werden
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In der Falle: Tigerin sorgt auf Sumatra für Aufregung
Wegen ihres schwindenden Lebensraums geraten Sumatra-Tiger immer häufiger in Konflikt mit Menschen. Ein Weibchen schlich zuletzt nahe einer Schule umher. Jetzt zogen die Behörden Konsequenzen.
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