1. Januar 2026 / Aus aller Welt

Himmelsjahr 2026 - Totale Sonnenfinsternis über Europa

Viele haben die Reise nach Spanien schon gebucht: Im August lässt sich dort in bestimmten Regionen das astronomische Ereignis des Jahres bewundern.

Eine totale Sonnenfinsternis ist ein beeindruckendes Schauspiel. (Illustration)

Das neue Jahr bringt etwas, das wir nur selten erleben: eine totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa. Am 12. August werden je nach Standort zwischen 84 und 93 Prozent der Sonne vom dunklen Neumond bedeckt sein. Die Totalitätszone zieht sich von der Arktis über den Nordatlantik und das östliche Grönland, streift Island, streicht über die Iberische Halbinsel und endet im westlichen Mittelmeer.

Die partiellen Phasen der Finsternis sind in Westeuropa und Skandinavien, der Arktis, im nördlichen Eismeer, im Nordatlantik, Kanada, Nordosten der USA und Alaska sichtbar. 

In Deutschland gibt es eine totale Sonnenfinsternis erst wieder im September 2081 zu sehen.

Eine ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 bleibt von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar.

Partielle Mondfinsternis

Auch der Mond verfinstert sich: In der Nacht 27. auf 28. August findet eine partielle Mondfinsternis statt. Sie kann in der ersten Hälfte von Mitteleuropa aus beobachtet werden. Zum Höhepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr Sommerzeit befindet sich der Vollmond mit 93,5 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Es handelt sich somit fast um eine totale Mondfinsternis.

Eine totale Mondfinsternis am 3. März ereignet sich in den Mittagsstunden und bleibt von Mitteleuropa aus unbeobachtbar.

Sichtbarkeit der Planeten

  • Merkur zeigt sich im ersten Märzdrittel am Abendhimmel. Mitte Juni bietet er nur eine kurze Abendsichtbarkeit. In der zweiten Augusthälfte und der ersten Dezemberhälfte ist Merkur am Morgenhimmel sichtbar.
  • Venus spielt von Februar bis Anfang Oktober ihre Rolle als Abendstern. Mitte September strahlt sie in maximalem Glanz am Abendhimmel. Von November bis über das Jahresende hinaus ist sie Morgenstern.
  • Mars ist zu Jahresbeginn zunächst unsichtbar und wird erst allmählich wieder beobachtbar. Im Juli taucht er am Morgenhimmel auf. Bis Jahresende wird er zum Planeten der gesamten Nacht.
  • Jupiter kann bis Ende Juni am Abendhimmel gesehen werden. Am 29. Juli steht er in Konjunktion mit der Sonne, wird also unsichtbar. Erst gegen Mitte August taucht der Riesenplanet wieder am Morgenhimmel auf.
  • Saturn erreicht am 25. März seine Konjunktion mit der Sonne. Mitte Juni erscheint er am Morgenhimmel. Er steht am 4. Oktober in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über am Himmel zu sehen. Bis über das Jahresende ist der Ringplanet am Abendhimmel vertreten.

Sternschnuppenströme

  • Zu Jahresbeginn sind die Quadrantiden zu erwarten, deren scheinbarer Ausstrahlungspunkt oder Radiant im Sternbild Bootes liegt. Vom 1. bis 10. Januar flammen sie in der zweiten Nachthälfte auf. In der Nacht am 3. Januar gegen 23 Uhr tauchen im Maximum rund hundert Objekte pro Stunde auf.
  • Der aktivste Meteorstrom des Jahres, der Perseïdenstrom, macht sich in der zweiten Augustwoche bemerkbar. Schon in den ersten Augusttagen erscheinen die hellen Meteore. Häufig treten sogenannte Boliden oder Feuerkugeln auf. Der Radiant des Stromes liegt im Sternbild Perseus. Das Maximum ist in der Nacht vom 12. auf 13. August zu erwarten.
  • Vom 13. bis 30. November treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Löwen nordöstlich von Regulus. Zum Maximum am 17. November ist mit 10 bis 15 Meteoren pro Stunde zu rechnen. Die Sternschnuppen sind mit etwa 70 Kilometern pro Sekunde außerordentlich schnell.
  • Vom 7. bis 17. Dezember macht sich der Strom der Geminiden bemerkbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in den Zwillingen südwestlich von Kastor. Das Maximum ist in der Nacht vom 13. auf 14. Dezember mit stündlich bis zu 120 Meteoren zu erwarten. 

Sonnenlauf und Jahreszeiten

Das astronomische Jahr 2026 beginnt bereits am 31. Dezember 2025 vormittags um 8.57 Uhr MEZ, wenn die Sonne die Position von 280 Grad östlich des Frühlingspunkts erreicht. Begrüßt man zu Silvester um Mitternacht das neue Kalenderjahr, ist das Sonnenjahr 2026 bereits 16 Stunden und drei Minuten alt.

Am 3. Januar rast die Erde mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Kilometern pro Sekunde durch den sonnennächsten Bahnpunkt, das Perihel. Im Perihel misst die Sonnendistanz diesmal 147.100.184 Kilometer. Diese Strecke legt das Sonnenlicht in acht Minuten und zehn Sekunden zurück.

Der astronomische Frühling hält am 20. März nachmittags seinen Einzug. Um 15.46 Uhr MEZ überquert die Sonne den Himmelsäquator von Süd nach Nord und wechselt somit auf die nördliche Hemisphäre des Firmaments. Von da an sind die Tage wieder länger als die Nächte.

Der Sommerbeginn erfolgt am 21. Juni um 10.25 Uhr MESZ, wenn die Sonne den Gipfel ihrer scheinbaren Jahresbahn durch den Tierkreis erreicht. Der Sommerpunkt liegt zurzeit im Sternbild Stier an der Grenze zum Sternbild Zwillinge. Der Sommerpunkt ist identisch mit dem Beginn des Tierkreiszeichens Krebs. Deshalb spricht man auch vom Wendekreis des Krebses. 

Nach Passieren des Sommerpunktes sinkt die Sonne wieder zum Himmelsäquator hinab. Sie überschreitet ihn am 23. September um 2.05 Uhr MESZ von Nord nach Süd. An diesem Tag tritt das sogenannte Herbstäquinoktium ein. Nach dem 23. September sind in unseren Breiten die Nächte wieder länger als die Tage. Der Herbstpunkt liegt im Sternbild Jungfrau und markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Waage.

Am frühen Abend des 6. Juli läuft die Erde durch ihr Aphel, den sonnenfernsten Bahnpunkt. Im Aphel trennen uns in diesem Jahr 152.087.827 Kilometer vom Atommeiler Sonne. Acht Minuten und 27 Sekunden ist dann das Sonnenlicht zur Erde unterwegs, also 17 Sekunden länger als im Perihel Anfang Januar.

Am 21. Dezember nimmt die Sonne um 21.50 Uhr MEZ ihren Jahrestiefststand ein, der astronomische Winter beginnt. Der Winterpunkt befindet sich im Sternbild Schütze und gilt als Startpunkt des Tierkreiszeichens Steinbock, weshalb man auch vom Wendekreis des Steinbocks spricht.

Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) beginnt am Sonntag, 29. März. Um 2 Uhr morgens sind die Uhren um eine Stunde vorzustellen. Die MESZ endet am Sonntag, 25. Oktober um 3 Uhr morgens. Die Uhren sind dann auf 2 Uhr zurückzustellen. Beginn und Ende der Sommerzeit folgen nicht astronomischen Vorgängen, sondern sind willkürlich angeordnet. 

Kalenderdaten

Das Jahr 2026 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Gemeinjahr zu 365 Tagen. Das nächste Schaltjahr mit 366 Tagen steht 2028 an. Der 14. Januar 2026 des Gregorianischen Kalenders entspricht dem 1. Januar des Julianischen Kalenders. Beide Kalender differieren seit 1900 um 13 Sonnentage.

Das Jüdische Jahr 5787 beginnt am 11. September mit Sonnenuntergang. Der jüdische Neujahrstag fällt daher auf den 12. September 2026. Das Islamische Jahr 1448 beginnt am 16. Juni mit Sonnenuntergang. Der erste Tag des Islamischen Jahres 1448 korrespondiert daher mit dem 17. Juni 2026.

Der islamische Kalender kennt nur reine Mondjahre zu 354 beziehungsweise 355 Tagen ohne Schaltmonate, wie dies beispielsweise beim Kalender der Chinesen der Fall ist, der ein Lunisolarkalender ist. Das Neujahrsfest des traditionellen chinesischen Kalenders fällt auf den 17. Februar 2026. An diesem Tag beginnt das 43. Jahr im 79. Zyklus des chinesischen Lunisolarkalenders. Es ist dies das Jahr des Pferdes, bing-wu genannt.

Feiertage

Der Ostersonntag fällt im Jahr 2026 auf den 5. April. Der Neujahrstag ist ein Donnerstag und Silvester fällt ebenfalls auf einen Donnerstag. Aschermittwoch ist am 18. Februar, Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 14. Mai, Pfingstsonntag am 24. Mai und Fronleichnam am Donnerstag, 4. Juni. Der 1. Advent fällt auf Sonntag, 29. November, und der Heilige Abend ist am Donnerstag, 24. Dezember. Der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf Freitag, 25. Dezember.


Bildnachweis: © Julio Cortez/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei ermittelt nach Fund eines toten Säuglings in Beckum
Polizeimeldung

Jeder Hinweis kann auf Wunsch diskret behandelt werden.

weiterlesen...
Neue Details zum Fund des toten Säuglings in Beckum
Polizeimeldung

Diesmal geht es auch um Gegenstände!

weiterlesen...
Die Gewinner des großen Pütt-Tage Suchspiels 2026 stehen fest
Lokales

Am Sonntagabend wurde es auf dem Beckumer Marktplatz spannend: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Pütt-Tage Suchspiels wurden gezogen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Aus aller Welt

Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

weiterlesen...
Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Aus aller Welt

Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.

weiterlesen...
Kenia bestätigt ersten Ebola-Fall
Aus aller Welt

Der Patient, der sich mit dem hochansteckenden Bundibugyo-Virus infiziert hatte, ist in Nairobi gestorben. Die Behörden suchen nun nach Kontaktpersonen. Auch Uganda könnte betroffen sein.

weiterlesen...