Ägypten ist offiziell zum malariafreien Gebiet erklärt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gratulierte der Regierung in Kairo und händigte ihr ein Zertifikat aus. «Malaria ist so alt wie die ägyptische Zivilisation, aber die Krankheit, die Pharaonen geplagt hat, gehört nun zu ihrer Geschichte, nicht ihrer Zukunft», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weltweit sind 44 Länder und ein Territorium als malariafrei zertifiziert worden. Wissenschaftler haben gezeigt, dass es seit mindestens 4000 vor Christus in Ägypten Malaria gab. Unter anderem wurde die Krankheit bei der Mumie von Tutanchamun nachgewiesen, einem Pharao, der in etwa von 1332 bis 1323 vor Christus regierte. Ägypten hat nach WHO-Angaben nachgewiesen, dass seit mindestens drei Jahren die Kette einheimischer Malariaübertragungen durch Anopheles-Mücken unterbrochen wurde. Das gelingt durch rigorose Überwachung, die konsequente Eliminierung von Brutstätten und Schutz vor Mückenstichen. Um die Zertifizierung der WHO zu erhalten, muss ein Land zudem nachweisen, dass es in der Lage ist, die Wiederkehr der Übertragungen zu verhindern. Die Krankheit wird durch Parasiten ausgelöst, die von Anopheles-Mücken übertragen werden. Sie zeigt sich durch hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen. Vor allem für kleine Kinder und geschwächte Erwachsene kann sie tödlich sein.Schon Tutenchamun war malariakrank
Potenziell tödliche Krankheit
Bildnachweis: © Stephen Morrison/epa/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ägypten jetzt offiziell malariafrei
Seit mindestens 6000 Jahren wurden die Menschen in Ägypten von Malaria heimgesucht. Nun hat das Land die Krankheit in den Griff bekommen und wird dafür von der WHO ausgezeichnet.
Meistgelesene Artikel
Neuer Radweg, breitere Fahrbahn und Kreisverkehr: Das plant die Stadt ab Sommer 2026 für mehr Sicherheit auf der B58.
Ein Kleinkind verstarb nach schwerem Unfall. Polizei ermittelt weiter.
Ein Fahrer gab falsche Personalien an und besitzt keinen Führerschein. Ermittlungen laufen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. April 2026
Rettungsversuch für Buckelwal frühestens am Samstag
Seit 18 Tagen liegt der Buckelwal fest – Helfer setzen alles daran, das Tier mit einer aufwendigen Aktion aus der Bucht vor Poel zu retten. Wie es dem Wal aktuell geht und wie die Pläne aussehen.
- 17. April 2026
Limo, Tiefkühlpizza, Wurst - für Kinder besonders schädlich?
Hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Wurst sind bei Kindern oft beliebt. Doch wer zu viel davon isst, kann dick werden. Fachleute erläutern, welche Folgen das noch haben kann.
- 17. April 2026
Stechmücken in Island entdeckt - große Folgen fürs Ökosystem
Island war einer der wenigen Orte der Erde, die von Stechmücken verschont waren. Dass die Blutsauger jetzt auch dort gefunden wurden, ist für Forscherinnen Teil eines größeren Wandels in der Arktis.





