30. Mai 2023 / Aus aller Welt

Großer Moorbrand im deutsch-belgischen Grenzgebiet

Bei Aachen ist ein großer Moorbrand ausgebrochen. Bis Dienstagmorgen seien 170 Hektar Fläche abgebrannt, heißt es.

Der Feuerwehrkommandant Francis Cloth (l) zeigt den Moorbrand auf einem Bildschirm.

Im deutsch-belgischen Grenzgebiet bei Aachen gibt es einen großen Moorbrand. Das Feuer sei auf belgischer Seite im Hohen Venn ausgebrochen, teilte am Dienstag die Städteregion Aachen mit. Bis Dienstagmorgen seien 170 Hektar Fläche abgebrannt. Menschen wurden aber nicht verletzt. Im Laufe des Tages sollten in dem schwer zugänglichen Gebiet ein Löschhubschrauber und Kettenfahrzeuge eingesetzt werden.

Unter Leitung der Städteregion Aachen versuchten derzeit rund 200 deutsche Rettungskräfte eine Ausdehnung des Brandes von der Gras- und Moorlandschaft auf den sogenannten Hochwald zu vermeiden. «Unsere Aufgabe besteht darin, im Bereich zwischen dem Grasfeuer und dem Baumbestand, der größtenteils aus Fichten besteht, eine Brandschneise zu sichern», sagte Kreisbrandmeister Thomas Sprank. «Uns kommt dabei ein geteerter Weg zugute. Entlang dieses Weges befeuchten wir massiv den Boden, um dadurch den Brandfortlauf zu verhindern.»

Beteiligt sind die Feuerwehren aus Aachen, Stolberg, Monschau, Simmerath, Eschweiler, Herzogenrath, Alsdorf und zahlreiche Kräfte aus den Kreisen Düren und Euskirchen. Auch die niederländische Feuerwehr unterstützt die Arbeiten. Das Technische Hilfswerk (THW) kümmert sich zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz um die Versorgung der Einsatzkräfte.

Das Hohe Venn für Wanderer gesperrt

Das Hohe Venn ist im Brandgebiet und der näheren Umgebung für Wanderer gesperrt. Alle Wanderer und Spaziergänger werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu meiden, um die Löscharbeiten nicht zu behindern und sich selbst nicht in Gefahr zu begeben.

Die EU-Kommission hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass Waldbrände wegen des Klimawandels immer früher einsetzten. Dieser Sommer werde mit Blick auf Waldbrände voraussichtlich intensiv, sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, am Dienstag in Brüssel. In vielen Teilen Europas herrschten bereits trockene Bedingungen, die Waldbrände zusammen mit Hitze begünstigten.


Bildnachweis: © Francoise Peiffer/Belga/dpa
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