19. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Fossilienfund in Argentinien: Einer der ältesten Dinosaurier

In den Hochanden Argentiniens ist Forschenden ein seltener Fund gelungen: Ein fast vollständiges Dinosaurierskelett liefert neue Hinweise auf die Anfänge der größten Landtiere der Erde.

Künstlerische Darstellung des Dinosauriers Huayracursor jaguensis

In Argentinien haben Wissenschaftler ein fast vollständiges Skelett eines der ältesten bekannten Dinosaurier gefunden. Das Fossil des Tieres, das vor rund 230 Millionen Jahren lebte, stammt aus den Anden der Provinz La Rioja im Nordwesten des Landes und wird in der Fachzeitschrift «Nature» beschrieben. «Nur selten im Leben kann man sagen, dass man völlig neue Fundorte entdeckt hat - mit einer außergewöhnlich gut erhaltenen und reichen Tierwelt», sagte Co-Autor Agustín Martinelli vom argentinischen Nationalrat für wissenschaftliche und technologische Forschung (Conicet). 

Die neue Art trägt den Namen Huayracursor jaguensis - eine Hommage an den Wind, «huayra» in der Sprache der indigenen Völker der Anden, und an das nahe Dorf Jagüé. Sie gehört zu den frühen Sauropodomorphen, einer Gruppe pflanzenfressender Langhals-Dinosaurier. Zu dieser Gruppe zählen auch die erst später entstandenen Riesen wie etwa der mehr als 30 Meter lange Gigant Argentinosaurus.

Region in den Anden besonders fossilreich

«Huayracursor ist neuartig, weil er zwei entscheidende Merkmale aufweist: einen deutlich längeren Hals und eine größere Körpergröße als die meisten seiner Zeitgenossen», erklärte Conicet-Forscher Martín Hechenleitner. Gefunden wurden Teile des Schädels, eine vollständige Wirbelsäule bis zur Schwanzspitze sowie fast komplette Vorder- und Hinterbeine. Das Tier war rund zwei Meter lang und wog etwa 18 Kilogramm - etwa doppelt so viel wie ähnliche Arten aus derselben Epoche.

Der Fundort in über 3.000 Metern Höhe in der Quebrada de Santo Domingo im Nordwesten Argentiniens gilt als besonders fossilreich. Dort fanden Forscher in den vergangenen Jahren bereits mehrere frühe Dinosaurierarten.


Bildnachweis: © Jorge Blanco/CONICET Argentina/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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