Die norditalienische Stadt Venedig ist dank ihrer ausgefahrenen Flutschutztore knapp von einem außergewöhnlichen Hochwasser verschont geblieben. In der Nacht zum Dienstag erreichte der Pegel am Süddamm des Lido der Lagunenstadt einen Stand von 154 Zentimetern über dem Normalstand, wie aus Daten der Stadt hervorging. Ein solches Hochwasser hätte das historische Zentrum überschwemmt. Laut Kommune sei der Markusplatz bereits bei einem Pegelstand von etwa 80 Zentimetern über dem Normalstand überschwemmt. Bereits am frühen Montagabend fuhr die Stadt den Mechanismus für Flutschutz, abgekürzt «Mose», aus. Das System aus 78 gelben, an vier Zugängen zur Lagune installierten Klappen ist seit 2020 in Betrieb. Vor allem im Herbst, wenn Regen und Stürme die Wasserstände steigen lassen, fährt Venedig das milliardenschwere Bauwerk oft hoch. Seitdem wurden große Hochwasser in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt vermieden. Hochwasser kann in der Lagunenstadt großen Schaden anrichten. Das Salzwasser des Meeres beschädigt etwa die historischen Gebäude. Im November 2022 gab es die letzte größere «Acqua Alta»-Lage: Der Pegel erreichte einen Stand von etwa 170 Zentimetern über dem Normalstand. Das historische Jahrhunderthochwasser in Venedig ist auf das Jahr 1966 datiert, damals schwoll das Wasser auf 194 Zentimeter an. Der hohe Pegelstand in der Nacht zum Dienstag sei auf den am Montagabend immer stärker gewordenen Schirokko-Wind zurückzuführen. Am Dienstagmorgen waren auf Live-Bildern aus der bei Touristen beliebten Stadt Menschen zu sehen, die über den Markusplatz laufen - unter Wasser stand der Platz allerdings nicht.
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Flutschutztore bewahren Venedig vor dem Hochwasser
Das ausgefeilte Flutschutzsystem «Mose» hat sich wieder einmal bewährt: Venedig konnte vor einem Hochwasser geschützt werden.
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