26. Februar 2024 / Aus aller Welt

Erste kommerzielle Mondlandung: «Nova-C» schickt Bilder

Nach der ersten kommerziellen Mondlandung der Raumfahrtgeschichte liegt der «Nova-C»-Lander zwar wohl auf der Seite, schickt aber Daten zur Erde - und jetzt auch erste Bilder.

Obwohl er bei der Landung womöglich umgekippt ist, schickte der «Nova-C»-Lander Bilder vom Mond.

Wenige Tage nach der ersten erfolgreichen kommerziellen Mondlandung hat der Lander «Odysseus» erstmals Bilder von der Oberfläche des Erdtrabanten geschickt. Das Unternehmen Intuitive Machines veröffentlichte mehrere Bilder, die «Odysseus» während der Landung in der Nacht zum Freitag aufnahm und die unter anderem die Oberfläche des Mondes zeigen. 

Die Aufnahmen bestätigten unter anderem, dass «Odysseus» in einem Umkreis von 1,5 Kilometern um die ursprünglich angepeilte Landestelle in einem Krater namens «Malapart A» gelandet sei, hieß es - und damit südlicher auf dem Mond steht als je ein anderes Raumschiff. In der Gegend vermuten Wissenschaftler zahlreiche Bodenschätze.

Noch kommuniziere der Lander mit dem Kontrollzentrum, hieß es. Man werde nun so lange Daten sammeln, bis die Sonne den Landungsort nicht mehr erreichen und damit die Aufladung der Solarbatterien nicht mehr möglich sei.

Mit dem Lander der Bauart «Nova-C», der den Spitznamen «Odysseus» oder «Ody» trägt, war in der vergangenen Woche erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder ein US-Gerät auf dem Mond gelandet. Beim Aufsetzen kippte «Odysseus» nach Angaben von Intuitive Machines jedoch wohl um und liegt nun auf der Seite. Daten könnten aber trotzdem gesammelt werden.

Nova-C

Der «Nova-C»-Lander ist etwa so groß wie eine altmodische britische Telefonzelle, hat Aluminium-Beine, wiegt rund 700 Kilogramm und kann etwa 130 Kilogramm Ladung befördern. Einen großen Teil davon hat die Nasa mit Forschungsgeräten und anderem Material belegt, den Rest haben sich vor allem kommerzielle Unternehmen für ihre Vorhaben gesichert.

Nasa unterstützt private Firmen bei Mondmissionen

Die Mission ist Teil des Nasa-Programms «CLPS» (Commercial Lunar Payload Services). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem eigenen Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen sammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet.

Mondlandungen gelten als technisch höchst anspruchsvoll und gehen häufig schief. Allein in diesem Jahr liefen schon zwei geplante Landungen anders als erhofft.


Bildnachweis: © Uncredited/NASA/Goddard/Arizona State University/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Weitere Artikel derselben Kategorie

Boden unter vielen Städten Chinas sackt ab
Aus aller Welt

Die Entnahme von Grundwasser, aber auch der Bauboom in Chinas Großstädten haben Folgen. Viele urbane Gebiete sacken stetig ab. Das dürfte vor allem in den dicht besiedelten Küstenregionen schlimme Folgen haben.

weiterlesen...
Mehr als 25 Meter: Im Meer lebte einst ein gewaltiges Reptil
Aus aller Welt

Ruby Reynolds stieß am Strand auf merkwürdige Überreste. Analysen zeigen, dass es wohl Überreste eines wahren Giganten im Meer entdeckte. Forscher hoffen auf mehr Knochen der prähistorischen Spezies.

weiterlesen...
Humanoider Roboter Atlas wird elektrisch
Aus aller Welt

Der Roboter Atlas von Boston Dynamics sorgte über die Jahre für viel Aufsehen, wenn er über Hindernisse sprang und tanzte. Jetzt bekommt die Maschine einen schlankeren Körper mit Elektromotoren.

weiterlesen...