10. Juni 2025 / Aus aller Welt

Erdbeermond am Nachthimmel über Deutschland

Der Vollmond im Juni wird Erdbeermond genannt. Auch wenn er zurzeit recht weit von der Erde entfernt ist, erscheint er kurz nach dem Aufgehen besonders groß. Dafür gibt es einen konkreten Grund.

Blassroter Mond am Abendhimmel. (Archivbild)

Mit dem Junivollmond steht am Mittwoch über Deutschland ein sogenannter Erdbeermond. «Über Bad Salzschlirf zeigt er sich um 22.43 Uhr», sagte Michael Passarge vom Freundeskreis der Himmelskunde, der in dem kleinen Städtchen in Osthessen ein eigenes Observatorium gebaut hat. Die genaue Zeit, wann der Mond aufgeht, variiere innerhalb Deutschlands - im Osten etwas früher, im Westen etwas später.

Erntezeit als Namensgeber

Der Erdbegleiter sei am Mittwochabend noch etwa 398.000 Kilometer von unserem Planeten entfernt. «Er ist gar nicht so nah dran», sagte Passarge. Der Erdtrabant wirke kurz nach dem Aufgehen generell ein wenig größer als wenn er hoch am Himmel stehe. «Das ist aber eine optische Täuschung», sagte Passarge. Der Grund dafür: Wenn der Mond knapp über dem Horizont stehe, gebe es Vergleichsmöglichkeiten zum Beispiel mit Bäumen oder Gebäuden.

Wenn das Wetter mitspielt, werde der Mond vermutlich ein wenig blassrot am Nachthimmel erscheinen. Die spezielle Bezeichnung für den Vollmond im Juni stammt laut Passarge von der Erntezeit für Erdbeeren. 

Keine kreisrunde Bahn um die Erde

Der Mond ist dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge im Mittel etwa 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Allerdings ändere sich die Entfernung, da der Trabant keine kreisrunde Bahn um den Planeten durchläuft. Die Entfernung schwanke zwischen rund 360.000 und 405.000 Kilometern.

«Warum die Bahn nicht perfekt kreisförmig ist, hat viele Gründe», heißt es auf der DLR-Homepage. Dabei spielten die Anziehungskraft der Sonne, die Kräfte zwischen Mond und Erde, aber auch die unterschiedliche Masseverteilung im Erdinneren eine Rolle.


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
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