Im Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo haben inzwischen mehrere Medikamente- und Impfstoffstudien begonnen. Auch im günstigsten Fall, dass die Medikamente und Impfstoffe sich als wirksam erweisen, werde es aber Monate dauern, bis sie allen Betroffenen zur Verfügung stehen, sagte Vasee Moorthy von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Gleichzeitig gebe es vielversprechende Daten aus vorklinischen Studien, die diese Woche noch ausgewertet werden sollen. Bei der ersten Medikamentenstudie sind nach seinen Angaben nun 50 Patientinnen und Patienten in drei Behandlungszentren eingeschrieben. Insgesamt sollen zehn Zentren in die Studie einbezogen werden, aber dafür brauche es mehr geschultes Personal, um die Patienten gut überwachen zu können. Mit einer möglichen Prophylaxe werden 25 Menschen behandelt. Dies sind meist Angehörige, die direkt mit einer infizierten Person zu tun hatten. Das Medikament soll verhindern, dass die Krankheit bei ihnen ausbricht. Schließlich hat der erste Test mit einem möglichen Impfstoff an gesunden Freiwilligen in Großbritannien begonnen. Ein zweiter Test soll diese Woche in Kanada beginnen. Geprüft wird, welche Immunantwort auf die Verabreichung des Impfstoffs erfolgt. Der erste Impfstoff wurde an der Oxford-Universität und dem Serum Institut in Indien entwickelt, der zweite von der Firma Moderna. Bislang wurden nur Impfstoffe für andere Ebola-Varianten entwickelt. Für die, die im Kongo jetzt schon rund 1.700 Menschenleben gefordert hat, die Bundibugyo-Variante, gibt es noch keinen Impfstoff.75 Patientinnen und Patienten in Studien
Impfstofftests mit Gesunden
Bildnachweis: © Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ebola-Medikamentenstudien starten – WHO sieht Fortschritte
Ebola-Ausbruch: Die WHO setzt auf neue Medikamente und Impfstoffe. Doch Betroffene müssen trotz vielversprechender Daten noch viel Geduld haben.
Meistgelesene Artikel
Nach einer körperlichen Auseinandersetzung in der Gottfried-Polysius-Straße in Beckum ist ein 50-Jähriger verstorben. Die Polizei sucht Zeugen.
Die Mordkommission ermittelt und nimmt weiter Hinweise entgegen!
Minijob im Housekeeping
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. August 2026
Risiko E-Scooter? – Jugendtrend mit Folgen
Viele Jugendliche düsen gerne auf dem E-Scooter durch die Stadt. Zurzeit ist kein Gefährt angesagter. Doch die Unfallgefahr ist hoch.
- 7. August 2026
Rentier-Mysterium: Viele tote Tiere auf Spitzbergen
Mysteriöses Rentier-Sterben auf Spitzbergen: 13 Tiere wurden in diesem Sommer tot entdeckt. Experten stehen vor einem Rätsel – bislang gibt es keine Erklärung für die seltsam hohe Zahl der Todesfälle.
- 7. August 2026
Ständig Brandalarm bei Kapellbrücke in Luzern - Spinnen?
Seit Ende Mai schlägt der Brandalarm an der Luzerner Kapellbrücke immer wieder fehl an. Was steckt dahinter – und warum rücken die Feuerwehrleute so oft umsonst aus?





