2. Januar 2024 / Aus aller Welt

DRK-Präsidentin fordert bessere Krisen-Ausstattung

Die Erinnerung an die im Ahrtal-Katastrophe ist noch da, und schon wieder stehen Teile Deutschlands unter Wasser. Ein Konzept für besseren Katastrophenschutz gibt es - doch es hapert an der Umsetzung.

In den derzeitigen Hochwasser-Gebieten sind auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer vom DRK im Einsatz.

Vor dem Hintergrund des Hochwassers in Teilen Deutschlands dringt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf eine bessere Vorbereitung auf solche Krisen. «Wir brauchen mehr und bessere Ausstattung für Katastrophenfälle in Deutschland», sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der «Rheinischen Post». «Die Defizite sind eklatant, insbesondere bei der materiellen Ausstattung.»

Nach der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 sei das Bewusstsein der politisch Verantwortlichen für den Bevölkerungsschutz gestiegen. «Davon ist jetzt nicht mehr viel übrig.» Es gebe ein Konzept, aber dessen Umsetzung stocke aufgrund sehr begrenzter Haushaltsmittel. Politischer Konsens sei es gewesen, «zehn mobile Betreuungsmodule für den Einsatz bei zerstörter Infrastruktur zu beschaffen. Bisher gibt es nur eins», beklagte Hasselfeldt.

Mit einem Modul, das zum Beispiel aus Zelten besteht, können ihren Angaben zufolge jeweils bis zu 5000 Menschen aufgenommen, betreut und umfassend versorgt werden. «Wir reden die Krisen nicht herbei. Aber es ist absehbar, dass wir immer öfter von Katastrophen betroffen sein werden. Womöglich auch gleichzeitig.»

Seit Tagen sind Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten im Dauereinsatz. Betroffen sind vor allem Niedersachsen, Teile Nordrhein-Westfalens und der Süden Sachsen-Anhalts. Am Silvestertag hatte Bundeskanzler Olaf Scholz ein Hochwassergebiet in Niedersachsen besucht, einen Tag später Bundesinnenministerin Nancy Faeser.


Bildnachweis: © Lars Penning/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Bäckerei in Beckum ausgeraubt: Bargeld gestohlen
Polizeimeldungen

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden!

weiterlesen...
Böller zündet Weichbodenmatte am Jahnstadion in Beckum an
Polizeimeldungen

Der Sachschaden wird auf einen hohen Betrag geschätzt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bundesinstitut: Kühlstoffe in E-Zigaretten sind schädlich
Aus aller Welt

Kühlend und erfrischend sollen «Cooling Agents» in E-Zigaretten wirken. Das zuständige Bundesinstitut rät zum Verzicht: Die Substanzen könnten Organen wie Niere und Leber schaden.

weiterlesen...
Binge-Watching ohne Limit? Was eine Sucht begünstigt
Aus aller Welt

Serien als Flucht vor der Einsamkeit? Eine neue Studie weist darauf hin, warum manche Menschen beim Binge-Watching nicht mehr abschalten können – und welche Gefühle dabei eine Rolle spielen.

weiterlesen...
Alzheimer mit 57: Patientin hofft auf neues Medikament
Aus aller Welt

Alzheimer ist unheilbar. Ein neues Mittel macht Patienten Hoffnung. Es soll das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Eine Betroffene erzählt von ihrer Erfahrung - und was sie noch alles vorhat.

weiterlesen...