Der alljährlich im Frühjahr auftretende Meteorstrom der Lyriden wird dieses Jahr in der Nacht zum Sonntag seinen Höhepunkt erreichen. «Die stärkste Aktivität wird für drei Uhr vorhergesagt», berichtete Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde im hessischen Heppenheim. Allerdings stehen die Chancen für einen Blick auf die Sternschnuppen nicht gut, denn in der Nacht zieht aus Richtung Westen ein Tief mit Wolken und Regen über Deutschland hinweg. «Da braucht es Glück», sagte der Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach, Adrian Leyser.
In der ersten Nachthälfte kann nur im äußersten Osten zwischen Vorpommern und Ostsachsen der Himmel klar sein, in der zweiten Nachthälfte sind im Westen immer mal wieder Lücken zwischen den Wolken möglich. Ohne Wolken wäre die Nacht ideal, um möglichst viele Sternschnuppen sehen zu können, wie der Fachmann Melchert erklärte. Denn der Nachthimmel ist dank des Neumonds kurz zuvor sehr dunkel, sodass auch schwächere Sternschnuppen zu sehen sein würden.
Die Meteoride der Lyriden tauchen mit einer Geschwindigkeit von rund 180.000 Kilometer pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen, so bringen sie die umgebende Luft zum Leuchten - sichtbar ist dies als über den Himmel huschende Sternschnuppen. «Theoretisch treten pro Stunde rund 20 Sternschnuppen der Lyriden auf, das ist immerhin eine alle drei Minuten. In der Praxis muss man sich meist mit weniger zufriedengeben», sagte Melchert.
Bildnachweis: © Daniel Reinhardt/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Die Nacht der Sternschnuppen steht bevor
Die Lyriden erreichen in der Nacht zum Sonntag ihren Höhepunkt. Doch das Wetter spielt nicht mit. Nur im Osten und Westen gibt es Chancen auf einen klaren Himmel.
Meistgelesene Artikel
- 23. Januar 2026
Gastronomie-Hoffnung in Beckum: Hotel Samson macht weiter
Das Traditionshaus bleibt mit bewährter Karte, vertrautem Team und frischem Schwung in der Küche erhalten!
Die wichtigsten Termine der Karnevalssession auf einen Blick!
- 31. Januar 2026
Bernd I. (Eßer) ist Stadtprinz 2026 in Beckum
Mit Christoph Lehrke als Hofmarschall an seiner Seite startet er in die Session
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. Februar 2026
«Asiens Amazonas»: Kamerafallen entdecken seltene Tierarten
Kamerafallen zeigen: Im Grenzgebiet zwischen Vietnam, Laos und Kambodscha leben seltene Tiere wie Nebelparder und Nashornvögel. Doch Wilderei und Abholzung bedrohen das einzigartige Naturparadies.
- 12. Februar 2026
US-Studie: Smarte Unterhose misst Furz-Frequenz
Ein Sensor in der Unterwäsche soll klären, was lange unklar war: Wie häufig furzen wir am Tag? Erste Daten einer US-Studie zeigen: deutlich mehr als gedacht.
- 12. Februar 2026
Was man zum neuen Quantencomputer in Garching wissen muss
Wie ein Kühlschrank auf minus 273 Grad für Hoffnung auf staufreie Städte und schnellere Medikamentenforschung sorgt. Und warum Bankdaten trotzdem noch sicher sind.






