Nach den schweren Bränden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist der Leiter der Katastrophenbehörde des Bezirks (MEMA), Herman Andaya, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Die Entscheidung habe er aus gesundheitlichen Gründen getroffen, teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Andaya stand in der Kritik, weil er entschieden hatte, zu Beginn der Feuer keine Warnsirenen einzusetzen. Die Sirenen kämen grundsätzlich für Warnungen vor Tsunamis zum Einsatz, erklärte er gegenüber Medien. Er habe daher befürchtet, dass die Menschen landeinwärts in höhere Lagen fliehen würden, wo die Flammen stärker wüteten. Er bedauere es nicht, dass die Sirenen bei Ausbruch der Feuer nicht aktiviert wurden, sagte Andaya. Die Wald- und Buschbrände waren am 8. August an mehreren Orten auf Maui und der Nachbarinsel Hawaii ausgebrochen, die den gleichen Namen wie der Bundesstaat trägt. Auf Maui wurde der Küstenort Lahaina, der vor dem Unglück 13.000 Einwohner zählte, weitgehend zerstört. Die Behörden bestätigten zuletzt 110 Tote. Hawaiis Gouverneur Josh Green sprach in einem CNN-Interview von über 1000 Vermissten. Das Weiße Haus teilte mit, dass US-Präsident Joe Biden das Unglücksgebiet am kommenden Montag besuchen werde. Mauis Bürgermeister Richard Bissen nahm den Rücktritt des MEMA-Leiters an, wie es in der Mitteilung des Bezirks weiter hieß. Angesichts der Schwere der Krise solle die Schlüsselposition so schnell wie möglich nachbesetzt werden.
Bildnachweis: © Mike Householder/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Chef von Mauis Katastrophenbehörde tritt nach Kritik zurück
Die Ursache für die Katastrophe wird noch untersucht. Warnsirenen kamen aber bewusst nicht zum Einsatz, sagt der bisherige Leiter der Katastrophenbehörde auf Maui. Warum nicht?
Meistgelesene Artikel
Heute Abend hat der Beckumer Karneval seinen neuen Kater Rumskedi gewählt.
Beim Jungschützenfest des Werse Schützenvereins fiel nach 144 Schuss die Entscheidung. Wer trägt die Krone im Jubiläumsjahr?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt eine andere Isolierstation den Fall.
Jede dritte Person kämpft bei Hitze mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Das ergab eine Umfrage. Nur die wenigsten gehen deswegen zum Arzt - auch wenn sie einen bräuchten.
Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.





