Eine erneute Rettungsaktion des abermals gestrandeten Buckelwals in der Wismarbucht soll es zunächst nicht geben. «Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien», sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dies sei mit anderen Akteuren wie dem Deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden. «Der Wal macht nach wie vor Anstalten loszuschwimmen», sagte Maack, der am Samstag selbst im Schlauchboot in der Nähe des gestrandeten Tieres saß. «Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit.» Der Buckelwal war am Nachmittag in der Wismarbucht gestrandet, laut Maack südlich der Insel Walfisch. Rund um die Sandbank sei das Wasser deutlich tiefer als am Timmendorfer Strand, wo der Buckelwal zuvor festsaß und wo es nur rund einen Meter tief gewesen sei, erläuterte der Meeresbiologe. Die Boote hätten sich zurückgezogen. «Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen», sagte er. Wie es dem Tier gehe, sei derzeit schwer einzuschätzen und hänge von der Verfügbarkeit von Nahrung und davon ab, wie gestresst es sei. Die Wasserschutzpolizei bleibe in der Nacht vor Ort, um den Wal im Auge zu behalten. Am Sonntag werden die Experten laut Maack planmäßig in die Bucht zurückkehren. Wie eine Biologin des Deutschen Meeresmuseums der dpa sagte, waren die Wetterverhältnisse am Samstagnachmittag für mögliche Aktionen ohnehin ungünstig. Zudem dauere es nicht mehr lange, bis es dunkel werde.Experten wollen am Sonntag wiederkommen
Bildnachweis: © Philip Dulian/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Greenpeace: «Das Beste ist jetzt, den Wal in Ruhe zu lassen»
Nach dem erneuten Stranden des Wals in einer Bucht ziehen sich die Einsatzkräfte laut Greenpeace zunächst zurück. Sie hoffen, dass sich das Tier aus eigener Kraft befreien kann.
Meistgelesene Artikel
Regionale und saisonale Küche trifft im Hotel-Restaurants Alt Vellern**** auf eine gemütliche Außengastronomie.
- 24. August 2026
Großbrand an der Neubeckumer Straße
Feuerwehr im Großeinsatz, Rauch und Geruchsbelästigungen im Stadtgebiet möglich
- 17. August 2026
Polizei ermittelt nach mehreren Auseinandersetzungen in Roland
Zahlreiche Ermittlungen laufen. Polizei bittet Zeugen um Hinweise.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. September 2026
«ISS der Arktis» auf Expedition - Hund warnt vor Eisbären
Ein internationales Forscherteam driftet mit einem Spezialschiff durch das arktische Eis. Mindestens acht Monate müssen die zwölf Menschen an Bord ausharren. Ein Hund soll sie vor Eisbären warnen.
- 15. September 2026
Wie Satellit «Flex» Stress von Pflanzen sichtbar machen soll
Hitze, Verschmutzung, Krankheiten: Pflanzen sind immer wieder großem Stress ausgesetzt. Wie gesund sie sind, könnte ein schwaches Signal zeigen. Genau dieses will ein Satellit nun sichtbar machen.
- 15. September 2026
Das Tschilpen verstummt - Spatzen «wie in Luft aufgelöst»
Spatzen gehören zu den beliebtesten Vögeln - und wohnen wegen vieler schmuddeliger Ecken besonders gern in Berlin. Bei den gefiederten Wonneproppen liegt etwas böse im Argen: Sie verschwinden.





