Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) wird auch in diesem Jahr wieder zwei Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden auswildern. Wie der bayerische Naturschutzverband berichtet, handelt es sich um zwei Jungtiere aus Österreich. Die Küken waren Ende Februar in einer Zuchtstation in Haringsee und im Alpenzoo Innsbruck geschlüpft. Die beiden Junggeier sollen Ende Mai in Oberbayern ausgewildert werden. In den Jahren 2021 und 2022 waren dort bereits vier Tiere ausgewildert worden, die alle in Spanien gezüchtet worden waren. Eines der Weibchen ist allerdings gestorben. Aktuell sind im Rahmen des Projekts Bavaria, Dagmar und Recka in den Alpen unterwegs. Die Tiere sind mit GPS-Sendern ausgestattet und können so überwacht werden. Das Geschlecht der beiden österreichischen Bartgeierküken war zunächst noch unbekannt. «Ob nach bisher vier weiblichen Bartgeiern in diesem Jahr auch einmal ein Männchen dabei ist, wird sich erst nach Auswertung der Blutproben der Küken zeigen», sagte Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel. Äußerliche Merkmale, um Männchen und Weibchen zweifelsfrei zu unterscheiden, gebe es bei dieser Art nicht. Die zwei Küken hatten zunächst auch noch keine Namen, sie wurden unter ihren Zuchtbuchnummern BG1168 und BG1171 geführt. Bei den verschiedenen Artenschutzprogrammen in Europa sind laut LBV in diesem Jahr mehr als 35 Bartgeierküken geschlüpft.
Bildnachweis: © Helene Schneider/Alpenzoo Innsbruck/LBV/dpa
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Bayerische Bartgeier sollen Zuwachs aus Österreich erhalten
Zwei Jungtiere aus Österreich sollen noch im Mai im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert werden. Bereits 2021 und 2022 waren dort vier Tiere ausgewildert worden.
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