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Vortrag über künstliche Hüft- und Kniegelenke

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Umfassende Informationen zum Thema der künstlichen Hüft- und Kniegelenke erhielten die Interessierten, die Gast bei der  Informationsveranstaltung des St. Elisabeth-Hospitals Beckum, „Medizinischer Mittwoch“, waren. 

Der Chefarzt der Chirurgie II am St. Elisabeth-Hospital Beckum, Dr. med. Matthias Zurstegge, verdeutlichte, dass Verschleißerkrankungen des Hüftgelenks unterschiedliche Ursachen haben können. Dazu zählen das Alter, angeborene Fehlstellungen, Unfall- oder Verletzungsfolgen aber auch Entzündungen und Rheuma. Dabei können Schmerzen, die die Funktion des Gelenkes einschränken und zu Hinken oder auch Steifigkeit führen, in Bewegung, bei Belastung, aber auch in Ruhe auftreten. Anhand eines Röntgenbildes kann der behandelnde Arzt eine genaue Diagnose erstellen und dann entscheiden, ob eine konservative Behandlung ohne eine Operation, eine das Gelenk erhaltende Operation oder ein Kunstgelenk zu empfehlen ist.

„Jeder Mensch sollte zunächst die konservative Behandlung ausschöpfen und daran denken, dass ein künstliches Gelenk nach Jahren auch eine Wechsel-Operation nach sich ziehen kann“, so Dr. Zurstegge. Außerdem sei es wichtig, die Operation in einem Krankenhaus durchführen zu lassen, das jährlich eine hohe Anzahl dieser Eingriffe durchführt. In Deutschland gibt es im Jahr rund 200.000 Operationen, bei denen Kunstgelenke eingesetzt werden, jedoch 70% der Kunstgelenke werden in Kliniken eingesetzt, die weniger als 30 Operationen dieser Art pro Jahr vornehmen.

„Gelenke, die durch Arthrose erst einmal schwer geschädigt sind, können starke Schmerzen verursachen und zu zunehmender Unbeweglichkeit führen, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränkt. Schmerzmittel und Krankengymnastik können anfangs helfen, oftmals ist jedoch nur durch eine Operation dauerhaft Abhilfe zu schaffen“, so Dr. Zurstegge. 

Der Mediziner unterstrich, dass die Entscheidung für ein künstliches Gelenk und die Auswahl der Klinik für die Operation nicht von heute auf morgen getroffen werden sollten, denn eine Vertrauensbildung zu dem behandelnden Arzt ist hier von großer Wichtigkeit. Er informierte außerdem ausführlich und verständlich über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten und verschiedene Kunstgelenke.

Im Anschluss an den Vortrag beantwortete der Chefarzt die Fragen der Interessierten.

 

BUZ: Dr. Matthias Zurstegge informierte über die Behandlungsmöglichkeiten von Hüft- und Kniegelenken.

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