17. Dezember 2020 / Allgemeines

Land soll in Corona-Quarantäne OGS-Beiträge übernehmen

Annette Watermann-Krass (SPD) will Familien entlasten

Es folgt eine Mitteilung der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD):

Bereits im Frühjahr waren die Schulen wegen Corona geschlossen. In dieser Zeit wurden Eltern zumindest die Gebühren für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) erlassen. Damals legte das Land ein Förderprogramm auf. In diesem Winter ist das anders. Familien, deren Kinder von den Behörden aus Sicherheitsgründen in Corona-Quarantäne geschickt werden, bleiben oftmals auf den OGS-Kosten sitzen. Die Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass (SPD) kritisiert das Land für die fehlende Bereitschaft, hier zu Handeln.

In den Monaten April bis Juli hatte das Land zumindest die Hälfte der OGS-Beiträge übernommen. Nach Beckum flossen 51570 Euro wie das Land auf Anfrage der SPD berichtete. Der Restbetrag wurde von der Stadt übernommen. NRW-weit erstattete das Land für 35,4 Millionen Euro Elternbeiträge für die OGS. „Angesichts der Milliardensummen, um die es in der Corona-Krise geht, ein überschaubarer Beitrag, der für viele Eltern jedoch eine Entlastung in Krisenzeiten bedeutet hat“, meint Annette Watermann-Krass.

Die Landtagsabgeordnete fordert nun, auch Eltern zu entlasten, wenn OGS-Angebote aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden müssen. Eine Corona-Quarantäne treffe viele Familien hart. Neben der Sorge, ob es zu einer Ansteckung gekommen ist, kommen meist auch finanzielle Einbußen. „Hier sollte das Land Familien und Kommunen nicht allein lassen und zumindest die OGS-Beiträge erstatten“.

Einen entsprechenden Antrag, den die SPD-Fraktion im Landtag NRW eingebracht hat, haben die Fraktionen von CDU und FDP abgelehnt.

Annette Watermann-Krass rechnet für das Land mit überschaubaren Summen. Schließlich sei nicht jedes OGS-Angebot im Herbst und Winter mit Corona-bedingten Quarantäne-Maßnahmen konfrontiert gewesen. Wenn Ministerin Yvonne Gebauer sowie CDU und FDP die betroffenen Familien jedoch mit einem schulterzuckenden „Pech gehabt“ abspeisten, grenze dies an Zynismus.

Bildquelle: Florian Götting

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