6. September 2018 / Allgemeines

Kolumne des Bürgermeisters: Zwischen Prävention und „Feuerwehr”

Schulsozialarbeit: Zwischen kontinuierlicher Prävention und „Feuerwehr"

Kolumne des Bürgermeisters: Zwischen Prävention und „Feuerwehr”

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Kolumne des Bürgermeisters

Rund 4 300 Schülerinnen und Schüler starten in Beckum ins neue Schuljahr. Pünktlich zum Schulstart beschäftigt sich Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann in seiner Kolumne „Thema im Fokus” mit der Schulsozialarbeit in Beckum.

Schulsozialarbeit: Zwischen kontinuierlicher Prävention und „Feuerwehr"

Fairness im Umgang mit anderen, Kompromisse finden und sich daran halten, wertschätzend miteinander umgehen: Das sind unzweifelhaft wichtige Schlüsselkompetenzen, die uns das Zusammenleben ermöglichen und erleichtern. In den Beckumer Schulen leisten neben den Lehrerinnen und Lehrern die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter dafür wertvolle Unterstützung. Und das schon ab der Grundschule. In Beckum steht die Schulsozialarbeit auf 2 Säulen: der Prävention in Form von altersgerechten Projekten und der individuellen Beratung und Begleitung.

Sokolino und Coolkids
In der 1. Klasse unterstützt das Schulsozialarbeiter-Team die Kinder im Projekt „Sokolino” dabei, zu lernen, wie Schule funktioniert und welche Regeln für ein gutes Miteinander und Lernen gelten. Im 3. Schuljahr lernen sie dann als „coolkids” spielerisch, wie man sich gut verträgt, Konkurrenz aushält oder Streit schlichtet. Solche Dinge lernen sie natürlich auch zu Hause und im Unterricht. In den Einheiten der Schulsozialarbeit, die trotz der straffen Lehrpläne regelmäßig in einzelne Schuljahre integriert werden, gibt es diese Themen geballt, durch darauf spezialisierte Teams. Die Kinder lernen in Konfliktsituationen zu handeln oder Stopp zu sagen. Das so Gelernte lässt sich dann auf Situationen, in denen sie ohne Erwachsene sind, übertragen und für das Leben begreifen.

Themen werden komplexer und passen sich dem Alter an
In den weiterführenden Schulen gehen die Trainingseinheiten jeweils in der 5., 7. und 9. Klasse weiter und natürlich zunehmend in die Tiefe. Die Schülerinnen und Schüler werden so in entscheidenden Entwicklungsphasen konstruktiv begleitet. Sie kennen die Arbeit mit den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern schließlich bereits aus der Grundschule. Darauf lässt sich aufbauen. Auch die Themen verändern sich mit zunehmendem Alter: Wie wirken Ausgrenzung und Mobbing? Wie lässt sich das verhindern? Wie verhalte ich mich im Netz? Immer wieder werden auch externe Expertinnen und Experten hinzugezogen, die sich etwa der Drogenprävention oder der Sexualaufklärung widmen.

Offenes Ohr für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern
2 Frauen und 2 Männer beschäftigt die Stadt Beckum ausschließlich in der Schulsozialarbeit. Eine weitere Schulsozialarbeiterin ist beim Land Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Die Prävention ist eine wichtige Säule ihrer Arbeit. Es gibt aber weit mehr zu tun. Die Pädagoginnen und Pädagogen der Schulsozialarbeit haben ein Ohr für ihre Schützlinge, aber auch für Lehrkräfte und Eltern. Sie beraten und unterstützen bei schulischen, familiären und persönlichen Problemen sowie auch bei Fragen zu Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Sie hospitieren im Unterricht, um Schülerinnen und Schüler kennen zu lernen, Klassen- und Verhaltensstrukturen aufzuzeigen. Sie vermitteln zwischen Schülerinnen und Schülern, zwischen Eltern und Lehrern oder Schulleitung. Sie wirken daran mit, Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen. Dafür sind sie gut vernetzt und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen. Sie sind spezialisierte Fachkräfte, Vertrauenspersonen und Ratgeber in einer Person und auch zur Stelle, wenn es mal „brennt”. 

Ihr
Karl-Uwe Strothmann

 

 

Quelle

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