6. März 2022 / Allgemeines

Flüchtlinge werden professionell betreut

Am Sonntagmorgen sind 79 ukrainische Flüchtlinge im Kreis Warendorf angekommen.

Es folgt eine Meldung der Polizei Warendorf:

Mit professioneller Unterstützung von Deutschem Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Ahlener Feuerwehr werden die Flüchtlinge nun vorübergehend in einer kurzfristig aktivierten Notunterkunft in Ahlen untergebracht. Die Hilfsorganisationen und die Feuerwehr organisieren eine koordinierte Betreuung.

In einer ehemaligen Schule werden die Flüchtlinge nun medizinisch betreut und mit warmen Mahlzeiten verpflegt. Es stehen ausreichend Schlafmöglichkeiten und Dolmetscher zur Verfügung. Auch eine Betreuung durch Seelsorger ist organisiert, da davon auszugehen ist, dass Menschen durch die Erlebnisse des Krieges und der Flucht traumatisiert sind. Es steht W-LAN zur Verfügung, damit die Menschen mit ihren Angehörigen in der Ukraine Kontakt aufnehmen können. Für die vielen Kinder wurden auch Spielmöglichkeiten geschaffen.

Landrat Dr. Olaf Gericke machte sich am Morgen gemeinsam mit Oeldes Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf ein Bild von der Lage vor Ort. Als die Busse eintrafen, begrüßten sie die Flüchtlinge und dankte den Kräften der Hilfsorganisationen für ihren Einsatz.

„Es ist gut, dass diese Menschen jetzt professionell betreut werden und nach den Strapazen der vergangenen Tage ein wenig zur Ruhe kommen können“, sagt Landrat. Dr. Olaf Gericke. „Es ist bedrückend, in die erschöpften Gesichter der Menschen zu sehen. Aber es ist auch Erleichterung bei den Frauen und Kindern zu spüren, die nun in Sicherheit sind“, so der Landrat weiter.

Bei den 79 Flüchtlingen handelt es sich hauptsächlich um Frauen mit Kindern und ältere Menschen. Das jüngste Kind ist im Säuglingsalter, die älteste Frau 72 Jahre alt.

Landrat Dr. Olaf Gericke lobte gemeinsam mit dem Ahlener Bürgermeister Dr. Alexander Berger die hervorragende Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Polizei sowie Stadt- und Kreisverwaltung. „Die Frauen und Männer wissen was sie tun und greifen auf vielfältige Erfahrungen der Flüchtlingskrise 2015 zurück“, erklärt Dr. Gericke.

Die Hilfsorganisationen bitten dringend, von gut gemeinten Sachspenden abzusehen und nicht zum Gelände der Notunterkunft zu kommen. Die Menschen brauchen nun in erster Linie Ruhe. 

 

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