9. Dezember 2022 / Allgemeines

Energiesysteme der Zukunft gesucht

Deutsch-Niederländischer Wirtschaftsdialog in Münster

Wie deutsche und niederländische Unternehmen die Energiesysteme der Zukunft nutzen können, um Herausforderungen wie die aktuelle Energiekrise zu bewältigen, war gestern Thema beim Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsdialog in Münster. Knapp 40 Teilnehmende aus Nord-Westfalen und der Ostniederlande diskutierten mögliche Lösungen für eine sichere Energieversorgung. Die Veranstaltung wurde von der IHK Nord Westfalen, der Wirtschaftsförderung Münster und der Wirtschaftsförderung Oost NL organisiert.

In der Rüstkammer im Stadtweinhaus der Stadt Münster begrüßte Bürgermeisterin Maria Winkel die Gäste und betonte die enge Beziehung zwischen der Grenzregion Münster und den östlichen Niederlanden. Sie wies außerdem darauf hin, dass in beiden Grenzregionen laut einer Studie die glücklichsten Einwohner beider Länder wohnen. „Das ist eine besonders schöne Gemeinsamkeit“, so Maria Winkel.

„Mit dem heutigen Austausch zu zukünftigen Energiesystemen wollen wir die Partnerschaft mit unseren niederländischen Nachbarn festigen und den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit legen. Das tun wir in einem sich schnell verändernden wirtschaftlichen Umfeld in einer starken Grenzregion“, sagte Enno Fuchs, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Die Notwendigkeit, Emissionen zu vermeiden und den Weg zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit zu beschleunigen, werde immer deutlicher. „In Partnerschaft und im „Teaming-up-Together“ haben wir als grenzüberschreitende Region die Chance, gemeinsam die Weiche zu stellen, Innovationsführer zu werden und einen wesentlichen Beitrag zu den geforderten Lösungen zu leisten!“

Nach dem Impulsvortrag „Energiesysteme der Zukunft“ von Dr. Elmar Brügging vom Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt (IWARU/FH Münster) diskutierten Hochschulen und Unternehmen über Lösungsansätze im Energiesektor. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zu den aktuellen Herausforderungen und Wegen aus der Energiekrise. Was leistet die Wasserstoff- und Batterieforschung? Wie lassen sich Biomasse, aber auch Wind-, Wasser- und Nukleartechnologien als Energiequelle nutzen?

„Der Wille, den grenzüberschreitenden Austausch im Bereich Energie auszuweiten, zum Beispiel im Bereich Wärme, ist deutlich zu spüren“, fasste Sebastian Deel von der IHK Nord Westfalen zusammen. „Was derzeit noch bremst, sind die regulatorischen Rahmenbedingungen. Was es braucht, ist so etwas wie einen Schengenraum für Energie“, meinte der Leiter des Geschäftsbereichs Digitalisierung, Industrie und International.

Hans Brouwers von der Wirtschaftsförderung Oost NL zog nach der Veranstaltung dieses Fazit: „Wir stehen vor enormen Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Industrie und Energie. Zusammen können wir diese mit unserer ausgezeichneten Kooperation und den vorhandenen Kompetenzen, innovativen Unternehmen und Wissenseinrichtungen in unserer Grenzregion meistern“.

An der Podiumsdiskussion beteiligt waren Vertreter der Unternehmen Urenco, Westfalen AG, BTG Group, GBH Gesellschaft für Batterie Know-how, Twence und HyET Group. Moderiert wurde die Gemeinschaftsveranstaltung von Wilko van Kampen, Geschäftsführer von XINTC global aus Apeldoorn.
 

Auf dem Bild: Charles Nijssen (Twente Board), Hans Brouwers (Oost NL), Sebastian van Deel (IHK), Maria Winkel (Bürgermeisterin), Christiane Lösel (Stadt Münster), Enno Fuchs (Wirtschaftsförderung Münster).
Foto: Grundmann/IHK Nord Westfalen

 

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