27. November 2019 / Allgemeines

1. Fachschule in NRW mit Papilio-Zertifizierung

Berufskolleg Beckum

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Die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum hat seit dem Schuljahr 2016/ 2017 das Kindergartenprogramm Papilio-3bis6 in die Erzieherausbildung integriert. Zehn Lehrkräfte haben sich dazu zu Papilio-Trainer fortbilden lassen, damit sie ihren Studierenden in den ersten beiden Jahren der Ausbildung die Basisqualifikation des Kindergartenprogrammes vermitteln können. Heute fand die Übergabe der Zertifikate statt, zu der die Geschäftsführende erste Vorsitzende des Papilio e.V., Heidi Scheer aus Augsburg angereist ist. Schüler aus der Oberstufe hatten für das Programm vorab etwas vorbereitet und stellten das Konzept, Inhalte und Materialien vor, die sie bereits kennen- und erlernen durften. Auf der Bühne standen zahlreiche selbstgebastelte Kobolde, die sie bereits aus verschiedenen Materialien gebastelt haben. Die Geschichte „Paula und die Kistenkobolde“ spielt hier eine große Rolle.

Die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum ist somit die erste zertifizierte Papilio-Fachschule in NRW und die dritte in ganz Deutschland. Verantwortlich für das Präventionsprogramm, die Fortbildung und die wissenschaftliche Basisarbeit ist das Sozialunternehmen Papilio in Augsburg, das mit Partnern in ganz Deutschland zusammenarbeitet.

Zehn Lehrkräfte der Fachschule wurden in Workshops und mehreren Seminarblöcken zu Papilio-Trainern fortgebildet. Sie lernten dabei die theoretisch-wissenschaftlichen Grundlagen zu Sucht und Gewalt, Theorie und Umsetzung der Papilio-Maßnahmen in der Praxis, die qualitätsgesicherte Begleitung bei der Umsetzung des Programmes in der Kindergartenpraxis und wie die Inhalte in den Schulalltag eingebunden werden können. Damit sind sie bestens geschult, um Papilio-relevante Inhalte zu lehren.

Davon profitieren die Studierenden, die an dieser Ausbildungsstätte ihre Ausbildung machen. Sie bekommen während des zweijährigen, fachtheoretischen Unterrichts die Basisqualifikation für das Präventionsprogramm vermittelt. Setzen sie die gelernten Inhalte während ihres Berufspraktikums in einer Einrichtung um, können sie ihre Erzieherausbildung mit der Zusatzqualifikation als zertifizierte Papilio-Erzieher abschließen. Die Fachschule bietet damit einen Kompetenz- und Erfahrungszuwachs. Und die zukünftigen Absolventen profitieren von einer Zusatzqualifikation, mit der sie in den Arbeitsmarkt eintreten.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 500 Kitas, die Papilio umsetzen. Denn seit 2006 wurden in NRW bereits mehr als 2.300 pädagogische Fachkräfte berufsbegleitend in Papilio-3bis6 fortgebildet. Für die Studierenden ist das ein großer Vorteil, da sie so leichter eine Einrichtung finden, um das Programm auch in ihrem Berufspraktikum umzusetzen. Im Kreis Warendorf wird Papilio bereits in 47 Einrichtungen umgesetzt, sieben davon in Beckum, 16 in Ahlen, vier in Oelde und drei in Ennigerloh.

Hintergrund:
Papilio-3bis6 ist ein wissenschaftlich evaluiertes Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm, das schon im Kindergarten ansetzt. Es stärkt die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern, reduziert erste Verhaltensprobleme und beugt dadurch Sucht und Gewaltentwicklungen im Jugendalter vor. Um das Programm in der Kita umzusetzen, müssen die Fachkräfte eine Fortbildung durchlaufen, die in der Regel berufsbegleitend erfolgt. Die Papilio-Inhalte lassen sich jedoch auch schon in die Ausbildung angehender Erzieher/innen an Fachschulen und Fachakademien einbinden. Genau das macht die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum ab diesem Schuljahr. „Wir können damit unseren Studierenden schon während der Ausbildung die Möglichkeit bieten, sich als Papilio-Erzieher/in zu qualifizieren.“, sagt Miriam Schmitz, Bildungsgangleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik.

Weitere Informationen findest du hier: https://www.papilio.de/

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