15. Mai 2019 / Allgemeines

Neue Ausstellung im Stadtmuseum Beckum: Flora et Labora

Werner Henkel lässt Natur und Kunst verschmelzen

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Wenn am Sonntag, 19. Mai 2019, um 11:00 Uhr, die Ausstellung von Werner Henkel im Beckumer Stadtmuseum eröffnet wird, werden die Besucher feststellen, dass die Materialien seiner Werke im Einklang mit der Natur sind.

„In meinen Arbeiten auf Papier nutzte ich getrocknete Blätter und Blüten, Gräser und Erden, aber auch Schmetterlingsflügel von verstorbenen Tieren“, erzählt der Künstler. Seine Arbeiten sind eine Annäherung an die Natur, ihre Energien, Ausdrucksformen und an deren Gestaltwandel, an Fragen der Ökologie und wissenschaftliche Arbeitsweisen vom Standpunkt der Kunst aus. Für ihn ist Natur Material, Raum und Thema. In seinen Werken lotet er die Schönheit und Vergänglichkeit sowie die Verletzlichkeit der Mensch-Natur-Beziehung aus.

Bei den Materialien, die er verarbeitet handelt es sich um Funde, die mehr oder weniger in ihrer Ausgangsform und -materialität belassen, gepresst, knittrig getrocknet, beschnitten oder farbig gefasst sind. Sie treten hier grafischer, dort malerischer auf. Durch die oft scherenschnittartige Verarbeitung der getrockneten Blätter zeigen sich menschliche und tierische Figuren. Zwischendurch zeichnet Werner Henkel Figuren aus einfachen Konturen in seine Werke und setzt dann einen ebenso einfachen Blattschnitt hinzu. Dieser kann der Gestalt als Schädel aufgesetzt oder als Schatten zu Füßen gelegt werden, eine schlichte Kombination, um Traum oder Wunsch zum Ausdruck zu bringen. Oder aber er reduziert das pflanzliche Material auf ein Quadrat, führt das Florale so in die Abstraktion und hebt gleichzeitig Farbigkeit und Struktur hervor. Malerische Farbigkeit der Bildgründe führt die zweidimensionale Pflanze in eine neue Räumlichkeit. Zeichnerische Elemente stellen das Pflanzliche in neue Sinnzusammenhänge.

Das Spektrum der Darstellungsformen und Ausdrucksweisen ist breit. Henkel nimmt auf unterschiedlichsten Ebenen und mit verschiedensten Mitteln den Dialog mit der Natur auf. Er ebnet mit seinen stofflichen, häufig fragilen und sensiblen Gestaltfindungen eine intensive Wahrnehmung und eröffnet ein weites Feld von Reflexionsmöglichkeiten.

„Es ist schön, dass das Beckumer Stadtmuseum so viele Räume für die Ausstellung bietet“, erklärt der Künstler, der in jedem der Räume andere Themengebiete in Szene setzt. „Die großen Männerstimmen Europas“ verkörpern 32 Scherenschnitte aus Schallplatten, die verschiedene Singvögelarten verkörpern. In einem eher nächtlich gestalteten Raum überwiegt die Farbe dunkelblau und die Mondoberfläche wird in ein Quadrat eingefügt, das sich in dem Bild wiederfindet. Faszinierend sind scheinbare Schrifttafeln die augenscheinlich Schriftzeichen enthalten, die jedoch keine sind. Erstellt wurden sie aus Zweigen verschiedener Bäume und stehen in Einklang mit daneben hängenden Briefen, die sogar mit einer Briefmarke und Stempel versehen wurden. „Ich nenne diese Zusammenstellung die Brieffreundschaft mit Bäumen“, so der Henkel. An anderer Stelle finden sich außerdem Schriftzeichen, die aus Weintraubenzweigen zusammengestellt wurden.

>> Alle Interessierten sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen, die die Beziehung zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung kann bis zum 14. Juli 2019 besucht werden.

Zum Foto: Werner Henkel lädt herzlich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag ein.

Von: Elisabeth Eickmeier

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