26. Februar 2019 / Allgemeines

Entscheidung soll bis zum 1. März gefällt werden

Was geschieht mit dem Pfarrzentrum Neubeckum?

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Warum muss das intakte Gebäude des Pfarrzentrums Neubeckum, das an der Robert-Koch-Straße liegt, verkauft werden? Wo sollen künftig die Kurse und Veranstaltungen der Vereine und Gruppen stattfinden? All dies waren Fragen, die am Montagabend im Pfarrzentrum Neubeckum von Interessierten auf der Pfarrversammlung gestellt wurden.

Pfarrer Thomas Linsen stand zusammen mit Vertretern des Kirchenvorstands Rede und Antwort und erläuterte die Pläne für das von den Neubeckumern geliebte Pfarrzentrum, die vorsehen, dass das 1981 eingeweihte Gebäude verkauft werden soll. Diese Planung rechtfertigte er mit der Begründung, dass die Unterhaltskosten zu hoch seien.

Trotz Einnahmen durch die Nutzung der Räumlichkeiten sowie der Zahlung des Bistums für die Erhaltung des Gebäudes musste die Gemeinde im Jahr 2017 eine Summe von rund 24.000 Euro selbst tragen. „Die Kirchengemeinde St. Josef in Neubeckum hatte im Jahr 1980 insgesamt 7.788 Mitglieder, im Jahr 2019 sind es nur noch 4.600 Mitglieder“, erläuterte Linsen. Ein Überschuss an Sterbefällen und auch Kirchenaustritte führten zu diesem Ergebnis. Pro Jahr sinkt die Mitgliederzahl um rund 100 und so werden die Zuweisungen durch das Bistum voraussichtlich auch von Jahr zu Jahr geringer. Die Auslastung des Pfarrzentrums bezeichnete Linsen als mittelprächtig und von der Größe her zu groß für die örtliche Pfarrgemeinde, zumal es noch ein zweites Pfarrheim in Vellern gibt, das jedoch nicht zur Disposition steht.

Die aktuellen Pläne sehen vor, das Neubeckumer Pfarrzentrum zu verkaufen, damit die Zentralrendantur des Dekanats Ahlen-Beckum hier einen neuen Standort findet. Die gesamten Mitarbeiter der Rendantur sollen hier die Finanzverwaltung für die zehn angeschlossenen Kirchengemeinden übernehmen. Die Kurse der Familienbildungsstätte, so ist es geplant, sollen weiterhin in dem Gebäude an der Robert-Koch-Straße stattfinden. Für die Aktivitäten der Chöre, Flötengruppen, der KFD, des Kolpings und vielen mehr wurde der Neubau eines kleineren Pfarrzentrums mit rund 350 Quadratmetern in Aussicht gestellt, das dann auf dem jetzigen Grundstück des Kindergartens St. Josef erstellt werden soll. Dem vorangestellt muss natürlich der Neubau des Kindergartens erfolgen, wobei der Bezug für August 2020 geplant ist.

Das bedeutet, dass dann erst der alte Kindergarten abgerissen werden kann, um im Anschluss hier das neue Pfarrzentrum zu bauen, so dass eine Nutzung im Jahr 2022 bzw. 2023 als realistisch angesehen werden kann. Da die Zeit drängt, weil die Zentralrendantur in neue Räume einziehen soll muss bis zum 1. März eine Entscheidung über einen Verkauf getroffen werden.

Auf die Frage, wo die Kurse und Veranstaltungen in der Zwischenzeit stattfinden sollen, stellte Pastor Linsen in Aussicht, dass die leer stehenden Räumlichkeiten, die rund 400 Quadratmeter Grundfläche bieten und in denen die Dresdner Bank einst angesiedelt war, hergerichtet und in der Zwischenzeit genutzt werden könnten. Sollten die Pläne so umgesetzt werden, ist heute schon klar, dass in dem neuen und kleineren Pfarrzentrum keine großen Veranstaltungen, wie sie jetzt möglich sind, mehr stattfinden können. Sicher ist dann jedoch die Finanzierung der Unterhaltskosten des Gebäudes.

Zum Foto: Stefanie Bathe-Funke, Pastor Thomas Linsen, Moderator Alfred Mense, Maria Anxel und Susanne Mußenbrock standen auf der Pfarrversammlung Rede und Antwort zum Thema.

Von: Elisabeth Eickmeier

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