5. Dezember 2019 / Allgemeines

Die Kettelerschule als Grundschulstandort - Ausführliche Informationen hier

Ausschuss für Bauen, Umwelt, Energie und Vergaben

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Bereits im Sommer 2018 war die Wandlung der Beckumer Grundschullandschaft und die damit verbundene Nutzung der Kettelerschule als zentraler Grundschulstandort, Thema in den Fachausschüssen. 

Zu diesem Zeitpunkt war vorgesehen, die Gebäude der ehemaligen Kettelerschulen (Ketteler-Grundschule und Ketteler-Hauptschule) zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 als zentralen „Grundschulstandort Mitte“ im Stadtteil Beckum zu nutzen. Die Eichendorffschule und die Paul-Gerhardt-Schule sollten am Standort der Kettelerschule zum 1. August 2021 zu einer neuen Schule zusammengelegt werden.

Die Paul-Gerhardt-Schule wird, so ist es geplant, in den Sommerferien 2020 in die Kettelerschule umziehen. Das Gebäude der Kettelerschule, das vor ein paar Jahren renoviert wurde, wird aktuell von einem Jahrgang der Sekundarschule genutzt, der aufgrund des Platzmangels am eigenen Schulstandort bis zur Fertigstellung des dort geplanten Erweiterungsbaus Ende 2020 ausgelagert wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt werden dann auch die Grundschüler der Eichendorff-Schule in die Kettelerschule umziehen.

Grund für den vorzeitigen Umzug der PGS ist der Verkauf des Gebäudes an den Kreis Warendorf. Dieser hat es zu einem Preis von 900.000 Euro übernommen. Hintergrund ist, dass die Overbergschule, die in Zukunft als Förderschule für den Süden des Kreises Warendorf dienen wird, in das Gebäude der Paul-Gerhardt-Schule einziehen soll. Die Overbergschule wird in dem beschlossenen Konzept Teilstandort in einem Schulverbund mit der Astrid-Lindgren-Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache, des Kreises Warendorf.

>> Voraussetzung für den vorzeitigen Umzug ist allerdings, der Abschluss aller notwendigen Arbeiten, die für eine grundschulgerechte Nutzung des Gebäudes der ehemaligen Kettelerschule erforderlich sind!

Bereits seit Anfang dieses Jahres wurden und werden Gespräche zur künftigen grundschulgerechten Nutzung des Gebäudekomplexes der ehemaligen Kettelerschule als künftiger Grundschulstandort geführt. In einer hierfür gebildeten Schul-Arbeitsgruppe sind die Schulleitungen, Teamleitungen der Betreuungsmaßnahmen, Sonderpädagoginnen und Mitglieder der schulinternen Steuergruppen sowohl der Eichendorffschule als auch der Paul-Gerhardt-Schule vertreten. Zusätzlich sind von der Verwaltung die Fachdienste Gebäudemanagement sowie Schule und Sport vertreten. Die Aufgabe der Schulen bestand darin, anhand der Nutzungsanforderungen ein pädagogisches Raumkonzept zu entwickeln. Ein in weiten Teilen zwischen den Schulen abgestimmtes Konzept lag vor den Sommerferien 2019 vor. Auf der Grundlage des Konzeptes ist die Nutzung des Gebäudekomplexes wie folgt vorgesehen:

Gebäude der ehemaligen Hauptschule

  • Erdgeschoss: Im Erdgeschoss sollen die Räumlichkeiten für die künftige Übermittag- und Nachmittagsbetreuung untergebracht werden. Hier sollen Angebote und Arbeitsgemeinschaften für etwa 200 zu betreuende Schülerinnen und Schüler stattfinden. Auch hier sind Wanddurchbrüche erforderlich, um aus den überwiegend kleinen Räumen großzügigere Räume zu schaffen. Für die Schaffung der Barrierefreiheit für Schülerinnen und Schüler, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss der Einbau eines Fahrstuhls vorgesehen. Eine barrierefreie Toilette soll im Erdgeschoss errichtet werden.
  • 1. Obergeschoss und 2. Obergeschoss: Unterbringung von 2 Jahrgängen mit je 4 Klassen.
    Je 2 allgemeine Unterrichtsräume mit jeweils 1 Differenzierungsraum befinden sich in dem jeweils rechten und linken Flügel des Gebäudes. Um dieses Raumprogramm umzusetzen, sind Wanddurchbrüche beziehungsweise der Einbau neuer Zwischenwände erforderlich. Der großzügige Flurbereich vor den allgemeinen Unterrichtsräumen soll möglichst als offene Lernlandschaft genutzt werden können, wodurch ein sogenanntes Cluster entsteht, in dem Frei- und Gruppenarbeit möglich ist. Ob diese Clusterlösung umgesetzt werden kann, wird derzeit noch mit dem Brandschutz und dem Denkmalschutz abgestimmt. Alternativ wäre eine Abtrennung mit Glaselementen denkbar, um diese Raumreserven nutzen zu können. Darüber hinaus sollen in diesen beiden mittleren Etagen Verwaltungsräume, Lehrerzimmer, Besprechungsräume etc. untergebracht werden. Für eine grundschulgerechte Nutzung sollen in diesen Etagen zusätzlich Toiletten für Schülerinnen und Schüler neu eingebaut werden
  • Dachgeschoss: Im Dachgeschoss befinden sich 4 große Klassenräume, in denen Fach- und Funktionsräume untergebracht werden sollen. Gedacht wurde hier zum Beispiel an einen Computerraum, Musikraum, eine Bücherei und einen Ruheraum.

Gebäude der ehemaligen Grundschule
Das Gebäude der ehemaligen Grundschule umfasst insgesamt 8 allgemeine Unterrichtsräume, sodass hier weitere 2 Jahrgänge der 4-zügig konzipierten Grundschule untergebracht werden können. Insgesamt sind 4 kleinere Gruppenräume vorhanden. Ein zusätzlicher Raum in Klassenraumgröße befindet sich im Obergeschoss des Gebäudes. Im Erdgeschoss befindet sich der Mensabereich mit Küche und Speiseraum für die Mittagsverpflegung. Hier werden künftig etwa 200 Kinder in mehreren Schichten ihr Mittagessen einnehmen. Ein Büroraum und das ehemalige Lehrerzimmer befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss. Wegen der steigenden Anzahl zu versorgender Schülerinnen und Schüler muss der Küchenbereich vergrößert werden, um dort künftig weg von der Warmanlieferung des Mittagessens hin zu einem Cook & Chill-Verfahren, wie es in den Mensen der weiterführenden Schulen praktiziert wird, umsteigen zu können.

Gestaltung des Schulhofes
Mit den Schulleitungen beider Schulen ist noch abzustimmen, welche Spielgeräte der beiden Schulen zukünftig auf dem Schulhof der neuen Grundschule weiterverwendet werden sollen. Alle Spielgeräte an den bisherigen Schulstandorten abzubauen und auf dem Schulgelände der neuen Grundschule aufzubauen wird aus Platzgründen nicht gelingen. Die weitere Gestaltung des Schulhofes ist mit beiden Schulen noch abzustimmen.

>> In der Summe ergibt sich ein Gesamtbedarf an Kosten in Höhe von 964.500€ in den Jahren 2020 und 2021. Für das Jahr 2020 sind 723.500€ und für 2021 sind Kosten in Höhe von 241.000 eingeplant. Ursprünglich plante die Stadt Beckum allerdings mit Umbaukosten in Höhe von etwa 334.000€, welche nun aber wohl mehr als doppelt so hoch werden.

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