10. April 2019 / Allgemeines

Beckumer Schüler/innen demonstrieren in Münster und setzen sich für Klimaschutz ein

Fridays for Future

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Vorbild für die Klimastreiks, die auch in Münster stattfinden, ist die Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit Monaten freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit haben sich ihr tausende Schüler/innen angeschlossen und demonstrieren unter dem Motto Fridays for Future vor den Parlamenten, statt in die Schule zu gehen. 

Luisa Borghoff, Frederik Köpke und Hendrik Vogel gehören zu einer Gruppe von Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums, die sich an einem Streik in Münster beteiligt haben, der im Februar stattgefunden hat und die sich auch am 26. April, in Münster, an dem nächsten Streik beteiligen werden.

„Ich interessiere mich sehr für Politik und werde demnächst auch ein Studium in diese Richtung beginnen“, erzählt Frederik Köpke, der die Aktionen und Reden von Greta Thunberg interessiert verfolgt. Dass sich die Nachrichten durch häufiges Teilen auf Facebook und Instagram so schnell im Netz verteilt haben, fasziniert den 18-jährigen, der begeistert davon ist, dass die Bewegung immer größer wird. „Unsere Stufe, die jetzt vor dem Abitur steht hat rund 100 Schüler/innen und nur rund 20 von ihnen kamen mit zu der Februar-Demonstration nach Münster“, meint Hendrik Vogel enttäuscht. Er vermutet, dass das Fehlen in der Schule, das nicht als entschuldigt gilt, wenn man die Demonstration besucht, viele davon abgehalten hat, daran teilzunehmen. Zunächst gab es 30 Interessierte in einer WhatsApp Gruppe, doch am Ende fehlten zehn, die nicht in dem Linienbus, der nach Münster fuhr, dabei waren.

„Die Demonstration in Münster war richtig gut organisiert“, lobte Frederik Köpke. Sie war angemeldet, wurde von der Polizei begleitet und es war ganz genau angegeben, wo der Zug startet und welchen Weg er nimmt. „Es war beeindruckend, dass mehr als 1.000 junge Menschen in unserem Alter auf die Straße gehen“, meinte Luisa Borghoff. Ihr gefielen die Plakate, auf denen die jungen Menschen aufgeschrieben hatten, wovor sie Angst haben und das Ihnen ihre Zukunft wichtig ist. Frederik Köpke hofft, dass die großen Parteien nicht nur abwarten, sondern die Forderungen der Bewegung „Fridays for Future“ ernst nehmen und versuchen etwas zu ändern. Im April wird die Beckumer Gruppe auch wieder mit Schildern vor Ort sein, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

Erstmals haben die Klimaaktivisten in einem Grundsatzpapier konkrete Forderungen an die Politik gestellt. "'Fridays For Future Deutschland' fordert die Regierungen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene auf, die Klimakrise als solche zu benennen." Sie sollten auf allen Ebenen sofort handeln, heißt es in dem Papier.

Von: Elisabeth Eickmeier
Fotos von: Frederik Köpke

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