6. August 2019 / Allgemeines

St. Elisabeth-Hospital Beckum hat Bedeutung für die überregionale Versorgungsstruktur

Austausch mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

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In dieser Woche besuchte der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) das St. Elisabeth-Hospital Beckum um über die landärztliche Versorgung, die ambulante und stationäre Notfallversorgung sowie die neue, konsequente Krankenhausplanung in NRW zu sprechen. 

Der Einladung folgte er in Begleitung von Henning Rehbaum (Abgeordneter im Landtag), Rudi Goriss, Markus Höner (beide CDU), Beckums Bürgermeister, Dr. Karl-Uwe Strothmann sowie Resi Gerwing (stellv. Bürgermeisterin). Zu den Gesprächspartnern von Seiten des Krankenhauses gehörten Dr. Klaus Goedereis (Vorstandsvorsitzender der Franziskus Stiftung), Burkhard Nolte (Geschäftsführer), Guido Boucsein (Ärztlicher Direktor), Michael Blank (Pflegedirektor) sowie Julia Schnetgöke (Leiterin Kosten- und Erlösmanagement).

„Das St. Elisabeth-Hospital Beckum ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit einer überregionalen Versorgungsstruktur“, so Minister Laumann. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die künftige Krankenhausplanung in NRW. In den Augen von Minister Laumann sind die Investitionsmittel für Baumaßnahmen und Gerätebeschaffung in Höhe von 550 Millionen Euro für die Krankenhäuser zu gering. Selbst wenn weitere 300 Millionen Euro für Einzelförderungen bereitgestellt würden, bleibt das Geld zu knapp. Dieses Problem könne nur durch den Abbau von Überkapazitäten geregelt werden.

Zu denken wäre hier an eine qualitativ hochwertige Versorgung, die innerhalb von 20 bis 30 Minuten erreichbar sei. Das Problem der Überkapazitäten liegt daher eher in den Ballungsräumen als im ländlichen Bereich. Die Krankehausstrukturreform sei im Münsterland weitestgehend abgeschlossen, so Laumann. In diesem Zusammenhang kündigte er zum 11. September die Veröffentlichung eines Gutachtens an, das die Unter- bzw. Überversorgung einzelner Gebiete deutlich machen soll und die Grundlage für die Rahmenplanung im Bereich der Krankenhäuser bietet.

Die von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie zur Reduzierung von Krankenhäusern bundesweit erscheint ihm zu undifferenziert. Mit einem Blick in die Zukunft sprach er sich für die Einrichtung von Portalpraxen aus, die bei der Steuerung von Patienten in Richtung Hausarzt, Notfallpraxis oder Krankenhaus unterstützen sollen.

Der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum sprach sich für den Erhalt der Krankenhausstandorte im Kreis Warendorf aus und auch Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann betonte, dass das Beckumer Krankenhaus unverzichtbar für den Kreis sei. Der Vorstandsvorsitzende der Franziskus-Stiftung, Dr. Klaus Goedereis, erläuterte das Kompetenznetzwerk der Franziskus Stiftung im Münsterland. So ergänzen und unterstützen sich die Einrichtungen in vielen Fachabteilungen und sorgen so für eine höhere Effizienz und Qualität.

Zum Foto: Über die zukünftige Krankenhausplanung tauschten sich Vertreter aus Politik, der Stadt Beckum, des Krankenhauses und der Franziskus-Stiftung aus.

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